Deacan
Petty Officer
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Bye shields!
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« am: April 18, 2008, 10:24:30 » |
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Da es hier schon Previews gab... versuche ich mich mal an einer Betrachtung von einem älteren Spiel...
Review Classics
Tachyon – the Fringe
Es gibt Spiele, die fallen irgendwie aus der Wertung – entweder weil sie einfach zu unbekannt sind oder aber weil sie einfach gesagt nur viel zu spät das Licht der Spielerwelt erblicken durften. Tachyon dürfte wohl in die zweite Kategorie fallen… Passend zum Start in „neue“ Jahrtausend, also im Jahr 2000, überraschte die Softwareschmiede NovaLogic mit einer Spacesim, die stark an vergangene Zeiten anknüpfen wollte – und dies auch durchaus gekonnt hätte! Allerdings wurde das Spiel nicht stark genug beworben und es kam, wie so vieles anderes auch, viel zu spät auf den Markt. NovaLogic, bekannt geworden durch die Comanche – Helikopter – Sims (und die dazu gehörende Voxel-Grafik) betrat mit Tachyon ein Genre, das durch Origin, LucasArts und Interplay bereits stark vorgeprägt war… Tachyon entführt den Spieler ins ferne 26. Jahrhundert. Wie so oft hat die Menschheit ihr ruhiges Zuhause verlassen, um im All Kolonien zu gründen… Man schlüpft in die Rolle des Jake Logan, eines Piloten, der bislang keine echten Sorgen kannte. Er steht bei AGT unter Vertrag, verdient ganz gut und ist einer der besseren in seiner Branche. Doch ein Auftrag führt ihn direkt vor ein Gericht – angeklagt, eine Forschungsstation zerstört zu haben, wird er von seiner Firma fallen gelassen und ins Exil geschickt, an die Kante oder Fringe…
Zunächst einmal: positiv ist auf jeden Fall die Stimme von Logan, gesprochen von Bruce Campell, besser bekannt als „Ash“ aus „Tanz der Teufel“ und der Horrorkomödie „Armee der Finsternis“. Seine Sprüche im Cockpit sind einfach nur lustig, allerdings gibt es diese nur im Original zu hören – eine deutsche Version des Games sucht man (okay, zum Glück) vergeblich. Aber Stimmen sind nicht alles… Selten war das All so bunt und zugleich so leer, sieht man mal von den gigantischen Stationen ab, die selbst von Freelancer nicht überboten werden können! Hochdetailiert, aber natürlich heute nicht mehr so up-to-date, kommen auch die Jäger / Bomber / Großschiffe daher. Der Spieler muss sich im Verlauf des Spiels für eine Seite entscheiden: entweder als Pilot für GalSpan, einer machthungrigen Megacompany oder aber als Pilot für die Bora, einer Gruppe von unabhängigen Berglauten, die schon vor Jahren die Erde und deren Einflussgebiet verlassen haben. Der Spieler kann je Fraktion bis zu 5 verschiedene Jäger und Bomber erwerben, Waffen und Ausrüstungsteile werden nach und nach freigegeben. Dabei sollte man beachten, das die „Bora“ keinen Zugang zu Lenkwaffen haben, der Spieler sollte also etwas besser im Umgang mit ungelenkten Raketen und natürlich Lasern haben… Insgesamt fällt die Menge der Missionen sehr positiv ins Gewicht, über 40 sind möglich, davon etwa 20 so genannte „Independent“ – Missionen, die für beide Seiten möglich sind. Nicht fehlen darf natürlich auch eine „Arena“, wo man gegen andere „Asse“ antreten und etwas Geld zusätzlich verdienen kann. Witzig ist auch das Casino samt „einarmigen Banditen“: hier kann man entweder mit Glück sein Konto aufbessern oder seine Kohle verpulvern… Doch zurück zum Spiel.
Pro: - Missionsanzahl - Vielfalt der Schiffe und Einheiten - Hintergrundstory ist sehr gut gemacht - Details an den Raumstationen sind wirklich schön in Szene gesetzt - Sprachausgabe: Bruce Campell ist der ultimative Spaßvogel - Waffen und Ausrüstungen sind zum Teil sehr innovativ: Zapper zum Beispiel hängen sich an die Außenhaut des Feindes und ziehen seine Energie ab (je nach Typ: Schilde, Speed oder Waffen), außerdem kann man die Energie seiner Schilde umkehren und als „Rundumschlag“ verwenden!
Cons: - trotz vieler Designs gähnende Leere in den Sektoren - oftmals unausgeglichene Missionen - Jäger sind sehr, sehr, sehr langsam… gerade beim Anflug auf Stationen - Recht stationär, freies Reisen ist nur eingeschränkt möglich - Tastaturbelegung: englisches Keyboard (!!!), oftmals langes Suchen nach der geeigneten Taste…
Fazit: gutes Spiel mit Potential für Nachfolger, die leider nie kommen werden. Vergleichen könnte man es mit Freelancer: besser bei Tachyon sind die Missionen, es fehlt jedoch an wirklichen Freiheiten und dem Handelssegment.
Lohnt das Spiel? Als kleiner Happen zwischendurch mit Sicherheit…
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