Übersicht | Hilfe | Suche | Kalender | Einloggen | Registrieren
WingCenter > Allgemeines > Allgemeines Forum (Moderator: Catkiller) > Thema: Science Fiction vs Realität vs Spiel
Seiten: [1]   Nach unten
« vorheriges nächstes »
  Drucken  
Autor Thema: Science Fiction vs Realität vs Spiel  (Gelesen 864 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Whittaker
Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 20


Ocean


Profil anzeigen
Science Fiction vs Realität vs Spiel
« am: September 28, 2008, 07:54:47 »

Wie sehr schwebt ihr zwischen den Welten der Realität, des Sience Fiction an sich oder des generellen Spiels (z.B. Wing Commander)

Trauert ihr dem Spielende schon im voraus nach  Cheesy , in wieweit intressiert euch science fiction sonst (z.B. träumt ihr von der kollonisierung des weltalls), packen euch die geschehnisse z.b. bei wing commander die ja gerade durch die filmsequenzen einem ja teilweise sehr nahe gebracht werden etc. , sucht ihr immermal wieder nach eventuellen fortsetzungen (auch wenn das schon hoffnungslos erscheint?) usw. usw.

oder schaltet ihr einfach aus und verschwindet wieder in der realität ohne einen gedanken an derartiges zu verschwenden


schreibt mal ein bisschen wie es euch da ergeht ..


greetz whittaker
« Letzte Änderung: September 28, 2008, 08:19:04 von Whittaker » Gespeichert

"Ich bin Maniac, natürlich ist alles in Ordnung !!" zitat: Todd 'Maniac' Marshall
Koractu
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 58


Rakhvath nar Caxki


Profil anzeigen WWW
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #1 am: September 29, 2008, 04:55:21 »

Erstmal zur Gegenüberstellung Realität<->Science Fiction:
Ich oute mich mal als Träumer - ich stell mir gerne mal vor, wie es wäre, wenn es diverseste Erfindungen gäbe, vom Raumflug für jedermann bis hin zu Terraforming und ähnliches. Ich verfolge auch gerne mit Erstaunen welche erstaunlichen Fortschritte die Forschung manchmal macht, etwa das zufällige Entdecken von künstlicher Schwerkraft(zwar in einem kleineren Maßsstab als in einem Raumschiff - aber alles fängt klein an).

Bei Spielen tauche ich meist ziemlich ab, wenn auch nie ganz. Ich versuche mich in die Rolle des Charakters zu versetzen und liebe es Entscheidungen zu treffen, die sich sehr reel auswirken im Verlauf des Spiels(was ich an Prophecy sehr vermisst habe).
Das Ende eines Spiels ist bei mir meist ein getrübter Höhepunkt des Spiels - denn meist find ich Endtros viel zu kurz und viel zu offen und frage mich ob es in einem vernünftigen Verhältnis zur Spielzeit steht.
Gespeichert

"Selbst die schönste Blüte vergeht im Angesicht des Todes."
Deacan
Petty Officer
*
Offline Offline

Beiträge: 113


Bye shields!


Profil anzeigen WWW
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #2 am: September 29, 2008, 09:36:32 »

...einfach abschalten geht nicht, warum? Da habe ich keine Ahnung!"

Ich denke mal, das ich gerade als "Hobbyautor" eine recht enge Beziehung zu SciFi habe, als Träumer würde ich mich zwar nicht bezeichnen, aber als "Fantast"... ja, das trifft es wohl am besten. Ich gebe es mal zu: während der Phasen der Schreiberei rede ich oft mit mir selbst, "schlüpfe" in die einzelnen Rollen, überlege ob Reaktionen und Aktionen angemessen sind. Auch versuche ich so viel als möglich im Hintergrund zu erklären, was sich in der Arbeit für die Wiki widerspiegelt...

Aber... wenn ich träumen würde, dann nicht allzu unrealistisch. Die Schiffe aus der ersten Phase vom Spiel "Nexus - the Jupiter Incedent" kämen als Handlungsort in Frage...

Was ich gerne einmal erleben würde... am Jupiter vorbeifliegen und seinen "Klängen" lauschen... 
Gespeichert

There is something under my wing - and it's not friendly!
Sturmvogel
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 95


Profil anzeigen
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #3 am: September 30, 2008, 09:02:48 »

Ich selbst kann von mir behaupten, dass ich wohl wirklich richtig abschalten und eintauchen kann. Solange das Spiel oder der Film läuft. Danach bin ich wieder der normale Typ von nebenan, bei dem die Damen ein und ausgehen. Äh... die vom betreuten Wohnen, meine ich. Cheesy Auch beim schreiben gelingt es mir manchmal, darin einzutauchen. Aber nicht als Prota- oder Antagonist, sondern eher als unbeteiligter Zuschauer. So ähnlich wie die Kamera aus Experience 112. Geträumt hab ich bisher aber noch nie von Science Fiction, und ich erinnere mich immer an meine Träume.
Gespeichert
Dark Hunter
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 59



Profil anzeigen WWW
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #4 am: September 30, 2008, 03:57:15 »

Realität: Sagen wir mal so, mich interessiert Astronomie und Physik am Rande und ich verfolge es gern mal, wenn neue Entdeckungen und Meldungen aufkommen (sei es das aktuelle Thema CERN oder ein neues Hubble und Co. Bild mit ungeahnten Details). Wirklich vertiefen tue ich es jedoch nur selten. SciFi spielt sonst dann eben in meiner Freizeitgestaltung eine Rolle und darin, dass ich mich manchmal hinsetze und statt PC Spielens, Lesens, selber eine Geschichte schreibe (meistens jedoch ist meine Idee zu umfangreich und meine Zeit zu knapp, um sie ganz zu beenden, sprich bislang ist kein komplettes Buch fertig geworden).

Spiel: Nun, hm WC, TF, XW, XWA, X, X2, Darstar One, Freelancer und co. können mich lange fesseln, ebenso wie einige schrullige SciFi Adventure (Beneath a Steel Sky,...) und manch andres, insbesondere die UFO Reihe in alter Manier (also bis Apocalypse, die neueren kenne ich nicht so).

Fiktion: Nun, von meinen bescheidenen Versuchen abgesehen, konsumiere ich hauptsächlich SciFi richtiger Autoren. Hab eine Menge an SW Material, wobei mein Interesse da inzwischen nachgelassen hat (ich mag bestimmte Entwicklungen innerhalb der Fiktion nicht). Dann lese ich manchmal Ringworld, seit kurzem bin ich auf Charles Stross gestoßen und seine sehr fremdartigen und durchdachten Geschichten fesseln mich immer wieder. Aasimov ist nicht zu verachten und seit Kindestagen an mag ich Stanislaw Lem (war nun mal in der DDR die gängige Antwort auf Aasimov und ST). An Filmen mag ich viele SciFi Streifen von sehr unterschiedlicher Art (von Space 2001 bis SW ist da vieles dazwischen), ebenso an Serien (insbesondere B5 und die neuen BSGs, aber auch so alte Dinge wie UFO).
« Letzte Änderung: September 30, 2008, 03:59:35 von Dark Hunter » Gespeichert

Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch. (Orson Welles)
gevatter Lars
Developer
Ensign
*
Offline Offline

Beiträge: 1510



Profil anzeigen
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #5 am: Oktober 03, 2008, 04:43:26 »

Ich liebe SF. Ich kann es nicht ganz richtig beschreiben wieso aber dieses "Was wäre wenn" hat mich irgendwie immer faziniert. Auch Geschichten über alternative Verläufe in der Zeit find ich interessant. So bin ich letztens über ein interessanten Artikel gestoßen nach dem man herrausgefunden hat das vor 1600 Jahren schon mal jemand in Ägypten die Dampfmaschine erfunden hat...bloß wuste sie damit nichts gescheites an zu fangen oder zumindest exestieren darüber keine Aufzeichnungen.
Was wäre wenn die schon die Eisenbahn erfunden hätten?
Das ist für mich auch irgendwo SF, also nicht nur pur Zukunftsgeschichten sondern auch Romane die sich mit der alternativen Auswirkungen auf unsere heutige Zeit beschäftigen sind für mich SF.

Was SF vs Realtität angeht. Ich tauche je nach qualität des Buches, Films oder Spiels teilweise recht tief in die Materie ein. Wenn die Geschichte gut ist fühle ich schon irgendwo mit den Charakteren oder gehe bei aktionszenen mit. Wirklich gute Dinge regen mich am Ende auch mal an über den Inhalt nach zu denken. "Was wäre wenn", "Sieht man Sachen ähnlich", "Kann ich diese Denkweise auch real verwenden?"....solche Fragen kommen mir dann schon mal.
Aber wie gesagt das ist eine Sache der Story und Qualität. Ein unterhalterhaltender Film, Buch, Spiel haben nicht die Absicht tiefgründig zu sein wären dann ein, ich greif mal nen Namen aus der Luft, Assimov schon ganz andere Ansprüche stellt. Das es auch anders, bzw. beides gleichzeitig geht hat mir letztens eine Anime-Serie gezeigt.

Ich hat eine Serie mit Mechas, netten effekten und flacher Story um Heldentum erwartet. Ich wurde überrascht als es allmählich mehr darum ging was für ein Sinn Krieg überhaupt macht. Was eigentlich mit denen passiert die den Krieg gar nicht angezellt haben und auf einmal doch mitten drin sind. Fast jeder Charakter hatte sein eigenen Konflikt innerhalb des großen Konflikts. In der zweiten Staffel geht es um die Nachkriegzeit und wie schnell doch wieder ein Krieg ausbricht und wie Leute die eigentlich den Frieden predigen in Wirklichkeit selber ihre dunklen Pläne verfolgen. Das ganze findet sich gepaart mit den üblichen Animeklisches.
Ich mochte diesen Mix.

Um aber wieder aufs Thema zu kommen.
Für jemanden der schon kurz nach der Geburt seine erste StarTrek Folge gesehen hat, ich hab gleichzeitig mit ST Geburtstag aber in einem anderen Jahr, gibts wohl keinen Weg um SF herrum ^_^
Träumen tuh ich auch gerne von SF Geschichten. In der Beziehung bin ich irgendwie immer noch ein kleiner Junge und geh mit auf Abenteuer oder Träume davon das meine Anwesenheit in einer bestimmten Situation irgendwas ausgemacht hätte...wobei da sind meine Träume mit der Zeit immer mehr der realtität gewichen. Es tendiert immer mehr dahin das ich kein Überwesen mehr bin...aber ist das schöne am Träumen nicht gerade das man alles machen kann ? ^_^
So nu aber genug geträumt!

In der realen Welt interessiere ich mich für die verschiedenstens Wissenschaften, bzw was in der Welt der Wissenschaft so vor sich geht. Deswegen lese ich auch gerne, was ein Kollege von mir mal korrekt als "Die Bild der Wissenschaft" bezeichnet hat, die P.M.
Es ist interessant was die so alles so finden. So erfuhr ich letztens gerade von dem größten Diamanten den man je entdeckt hat...er ist ca. 4000km im Durchmesser und befindet sich grob über Australien...ins 8 Lj entfernung ^_^
Also wenn das nicht Stoff ist aus dem SF gemacht wird!
Überhaupt gibts es so viele kleine und große Entdeckungen die alle schon SF schreien das ich mich ab und an frage wie einige Leute sich so dagegen abschotten können und das alles als Humbug darstellen.
Das wäre als wenn man jetzt noch behauptet die Erde ist ne Scheibe, ok im 2D Raum wäre sie es, nur weil man gerade nicht die Zeit oder Vorstellungskraft hat.
Das erinnert mich an den Witz mit dem Mathematiker..."ich definiere ich bin draußen, also ist der Löwe im Käfig!"
Wie auch immer, zum Thema Physik fällt mir noch Stephen Baxter ein. Irgendjemand einen seiner Xeelee Zyklus Romane gelesen? Seine späteren Romane waren, finde ich, nicht so gut. Er ist ein guter Techniker/Mathematiker und kann einem mit seinen Ideen die Gehirnwindungen verdrehen aber er kann einfach keine simpatischen Charaktere schreiben.

Was lustiges zum Thema imaginäre Welt und realität hatte ich letztens mit nem Kumpel.
Es ging darum das wir ein multiplayer Spiel suchten das wir im Freundeskreis spielen können. Nun jeder hat seine Vorlieben aber das lustigeste ist mein einer Freund.
Es ging um das Thema shooter. Counterstrike läuft mit einer recht geringen Hardware anforderung und fast alle haben es bereits. Allerdings nicht mein Freund, er meinte das findet er nicht so gut das man auf Menschen schießt. Sagten wir, ok ist akzeptabel wenn er das nicht mag. Also fragten wir ob ein shooter mit Aliens den ok wäre. Aliens ja aber nur solange sie nicht Menschenähnlich sind.
Da schauten mein anderer Freund und ich uns schon etwas verzweifelt an. Daraufhin meinte ich wieso er denn so ein Problem hat? Ich meine er spielt ja auch Rollenspiele und schnäzelt dort Orks im Sekundentakt.
Daraufhin meinte er "Das sind ja nur Phantasiewesen, das ist ok. Aliens könnte es ja wirklich geben!"
Mir ist da nichts mehr eingefallen...für mich sind das alles nur Pixel aufm Bildschirm.

Zitat
Was ich gerne einmal erleben würde... am Jupiter vorbeifliegen und seinen "Klängen" lauschen... 
Geht mir ähnlich...wobei ich lieber gerne mal diesen großen Vulkan/Berg aufm Mars anschauen würde oder die tiefen Canyons die es dort gibt. Der Anblick muß gewaltig sein. "Ein wahrer Augenöffner"

Das ist für mich übrigens auch ein Grund warum ich SF so gerne mag. Ab und an erkennt man Probleme oder andere Dinge nicht weil man den Wald vor Bäumen nicht sieht. Der SF kann die selbe Situation nehmen und sie in einem neuen Kontext darstellen und auf einmal denkt man "Verdammt das ist genau das selbe wie ich es erlebe" aber ich habs nicht gesehen weil ich mich damit abgefunden hab oder ignoriert weil der gewohnte Weg doch auch geht.
Ungewöhnliche Perspektiven sind sowieso immer was gutes, meiner Meinung nach. Das fällt mir vor allem immer wieder auf wenn ich mal mit meiner Katze spiele, aus ihrer Kopfhöhe wirken die Dinge gleich ganz anders. Genauso gehts mir aber auch wenn ich entlich mal meinen Hintern bewust vor die Tür bewege. Mein Jobs bringt es mit sich das ich fast 24h vor dem Bildschirm verbringe. Meistens wenn ich dann draußen bin ist mein Kopf immer noch voll mit irgendwelchen Kram so das ich nichts von meiner Umgebung richtig wahrnehme.
Wenns mir aber zu viel wird gehe ich bewust raus. Ich versuch alles auszublenden und meine Umgebung bewust wahr zu nehmen. Das kann auch sehr spannend sein...man muß bloß mal nen anderen Blickwinkel probieren und schon kann der Alltag auch spannend sein.

Mein Fazit ist...realtität ist gut, SF ist auch gut ^_^
Gespeichert

Ärger ist wie ein Schaukelstuhl - er hält dich in Bewegung aber Du kommst nirgendwo hin.
antonrumata
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 64



Profil anzeigen
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #6 am: Oktober 05, 2008, 11:52:38 »

Ich hatte einmal als Kind (es war wahrscheinlich bei einer Operation, so ganz genau weiß ich das nicht mehr) einen ganz bunten und verrückten Traum. In ihm bin ich in einem Raumschiff mitgeflogen. Heute kann ich mich nur noch an einige ganz kurze Sequenzen daraus erinnern. Eine große Sehnsucht nach neuen Welten und eine Fortsetzung dieses Erlebnisses ist immer geblieben.

Als Jugendlicher habe ich ganz kühl analysiert, dass es mit meinem Traum "Kosmonaut" wohl doch nichts wird. Cheesy Um den Sternen näher zu kommen, bin ich in eine Arbeitsgemeinschaft Astronomie eingetreten und habe regelmäßig seit der 9. Klasse jede Woche die Sternwarte in Görlitz besucht.
Meine Begeisterung für die Sterne, die Raumfahrt und die wissenschaftliche Phantastik (so hieß Sci-Fi in der DDR) hat mich sogar dazu bewogen, Vorträge an der Sternwarte im Rahmen der Vorbereitung auf die Jugendweihe zu halten.
Mehrmals im Monat kamen Schulklassen zu uns, denen ich zusammen mit anderen von der Entwicklung der Astronomie und der Raumfahrt erzählte. Dabei stellten die Jugendlichen (ich war damals auch erst 16-17 Jahre alt) auch Fragen aus dem Bereich Sci-Fi und es gab im Anschluss an die Vorträge z.T. richtig angeregte Diskussionsrunden.

Mein Hobby beeinflusste meinen Berufswunsch, ich wollte Lehrer für Physik und Astronomie werden. Leider wurde Astronomie nach der Wende in den Hintergrund verdrängt, ich musste Mathematik als Zweitfach wählen, habe trotzdem Astronomie als drittes Fach zusätzlich studiert und auch dort die Prüfungen ablegen können. Leider habe ich jetzt beruflich nicht mehr viel mit Astronomie zu tun. Als Hobby betreibe ich es noch, verfolge aufmerksam alle erreichbaren Publikationen, düse in Celestia (einem tollen Astro-Simulations-Programm) durchs All und lese viele Sci-Fi-Bücher.

Ich muss gestehen, dass ich mir eine Zukunft ala Wing Commander nicht wünsche. Den doch sehr vom Militärischen geprägten Ansatz vieler Sci-Fi-Bücher lehne ich ab. Ich hoffe, wir als Menschheit werden den Kosmos auf friedliche Art und Weise erforschen. Aggressive Aliens entspringen unserer eigenen verkorksten Fantasie. Die Menschheit wird nur als geeinter Verbund aller Menschen den Kosmos erforschen können. Das kann und wird nicht Aufgabe einer einzelnen Nation oder eines Verbunds einiger Staaten sein.

Ich bevorzuge den Zukunftsentwurf der Gebrüder Strugatzki. Ich hoffe, dass in einer besseren Zukunft das Handeln der Menschen vom Streben nach Wissen, tiefer Menschlichkeit und der Freude an der Arbeit geprägt ist und die Entwicklung im Gleichklang mit der Natur erfolgt. Die hauptsächliche Ausrichtung auf den Erwerb von Geld (und die ständige Sorge darum), Profitgier, Unterdrückung und grenzenlose Dummheit können wir hoffentlich irgendwann hinter uns lassen, ein Überleben der Menschheit stelle ich mir ansonsten nur schwer möglich vor.

Mir fehlt in der heutigen Zeit auch eine Vision unserer Politiker, wie es auf unserer Erde einmal weiter gehen soll. Alle schauen nur voller Angst aufs Klima, auf den Ölpreis und die Bevölkerungsentwicklung. Ich glaube, dass viele Menschen bereit wären, einige Einschnitte und Beschränkungen hin zu nehmen, wenn sie wüssten, dass es ihren Kindern und Nachkommen dafür einmal besser gehen wird.

Entschuldigt, wenn ich zum Schluss etwas politisch geworden bin. Mich beschäftigt das schon sehr lange.

Für mich gehören Sci-Fi und Realität zusammen. Es könnten Perspektiven aufgezeigt, Menschen sogar motiviert werden. Sci-Fi sollte nicht nur als Ablenkung eingesetzt werden. Die Strugatzkis haben mit manchen ihrer Bücher Diskussionen in der damaligen Sowjetunion ausgelöst und ihre Leser sehr bewegt.

Anton
« Letzte Änderung: Oktober 05, 2008, 12:02:32 von antonrumata » Gespeichert

Wir Menschen suchen alle nach etwas, was uns längst gefunden hat.  Jim Morrisson
Koractu
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 58


Rakhvath nar Caxki


Profil anzeigen WWW
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #7 am: Oktober 05, 2008, 03:14:04 »

Das Problem an den Politikern ist wohl, dass sie nie wirklich weit planen(ich meine nicht einen Zeitraum von 4-8 Jahren sondern etwas wie 15 bis 20 Jahre) und wenn ich mir anschaue was die Supernation USA machen will, fürchte ich dass die militärische Dominanz aus Sci-Fi Werken durchaus realistisch ist. Das hat zweierlei Gründe:
1) Der Besiedlung des Kosmos geht ein primär wirtschaftliches Interesse vorraus(mehr Land und Ressourcen)
2) Die Intoleranz gegenüber Unbekanntem und die all zu große Bereitschaft das Militär für Eroberungszwecke einzusetzen(Afghanistan, Irak und was noch so folgen wird) kann letztendlich nur dazu führen, dass das Militär der Vorreiter sein wird und sein wir mal ehrlich - bei den meisten würde es beim Kontakt mit Außerirdischen zu Gefechten kommen, bevor ein Versuch der Kommunikation erfolgt.
Ich glaube aber anders als in den meisten Sci-Fi Werken werden nicht die Aliens(sollten wir jemals so weit reisen können, dass wir auf welche treffen) die Aggressoren sein sondern wir.
Bush hat ja schon Pläne aufgestellt den Mars für die USA zu erobern(nein nicht besiedeln - erobern). Wenn das ganze mal große Maße annimmt(vermutlich nicht mehr zu unseren Lebenszeiten wenn es keine Riesensprünge in der Forschung gibt) wird der Mensch wieder sein eigener ärgster Feind sein und wir haben eine Neuaufführung des Imperialismus, mitsamt der Kriege um Besitz.
Gespeichert

"Selbst die schönste Blüte vergeht im Angesicht des Todes."
antonrumata
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 64



Profil anzeigen
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #8 am: Oktober 05, 2008, 04:20:57 »

Zitat von: Koractu am Oktober 05, 2008, 03:14:04
Wenn das ganze mal große Maße annimmt(vermutlich nicht mehr zu unseren Lebenszeiten wenn es keine Riesensprünge in der Forschung gibt) wird der Mensch wieder sein eigener ärgster Feind sein und wir haben eine Neuaufführung des Imperialismus, mitsamt der Kriege um Besitz.

Du musst nur warten, bis das Öl ausgeht!

Anton
Gespeichert

Wir Menschen suchen alle nach etwas, was uns längst gefunden hat.  Jim Morrisson
Dark Hunter
Veteran Spaceman
*
Offline Offline

Beiträge: 59



Profil anzeigen WWW
Re: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« Antworten #9 am: Oktober 05, 2008, 05:05:53 »

Zitat
Ich liebe SF. Ich kann es nicht ganz richtig beschreiben wieso aber dieses "Was wäre wenn" hat mich irgendwie immer faziniert. Auch Geschichten über alternative Verläufe in der Zeit find ich interessant. So bin ich letztens über ein interessanten Artikel gestoßen nach dem man herrausgefunden hat das vor 1600 Jahren schon mal jemand in Ägypten die Dampfmaschine erfunden hat...bloß wuste sie damit nichts gescheites an zu fangen oder zumindest exestieren darüber keine Aufzeichnungen.

Doch sie wussten durchaus was damit anzufangen, sie haben dampfbetriebene Spielsachen und Tempelkrimskrams damit hergestellt. Es gibt Beschreibungen von diesen Sachen und was sie so bewirkten. Es war übrigens länger her, in Alexandria der Diadochen und der Römer, also so im 2. Jhd. v.Chr. Ist eben manchmal so, dass man zwar eine geniale Idee hat, aber dann fehlt wieder jemand anderes, der dafür die weltbewegende Anwendung findet.
Allerdings stellt sich eben auch ein wenig die Frage, ob sie damals Dampfmaschinen als Ersatz für körperliche Arbeit brauchten, bzw. diejenigen welche das erfanden, sich überhaupt um so etwas Gedanken machten. Man darf nicht vergessen, die Gebildeten und Gelehrten waren stinkreiche oder Sprösslinge der Oberschicht, welche nur selten etwas mit handwerklicher Arbeit zu tun hatten (so was war bei ihnen eigentlich sogar verpönt) und daher haben sie sich wohl nie Gedanken gemacht, ob man nicht mit manchen Dingen auch andere Betätigungsfelder bedienen kann.
Aber es gibt noch viele interessante Sachen, die antiken Zeitgenossen eigentlich bekannt waren, dennoch erst in ihrer Neuerfindung nach dem Zeitalter der Aufklärung wirklich weitgehendes Interesse und neue Anwendungen fanden (man denke an Magnetismus, der schon seit der Antike bekannt war und dennoch baute man da keinen Kompass).

Zitat
Was wäre wenn die schon die Eisenbahn erfunden hätten?
Das ist für mich auch irgendwo SF, also nicht nur pur Zukunftsgeschichten sondern auch Romane die sich mit der alternativen Auswirkungen auf unsere heutige Zeit beschäftigen sind für mich SF.

Die Frage hab ich mir auch schon mal gestellt. Aber imo bin ich froh, dass sie es nicht haben, da die Menschheit damals von Humanismus weit weit entfernt war und eine skrupellose und aufstrebende Macht wie Rom mit solchen Spielereien ziemlich unangenehme Dinge getan hätte (die Bürgerkriege der Späten Republik waren auch ohne solche Supertechnik eine äußerst brutale Zeit). Die Mechanik der Zeit war recht weit entwickelt, mit einem Genie am rechten Fleck zur rechten Zeit hätte man vielleicht modern anmutende Maschinen bauen können.

An was wäre wenn hat mich ja Crimson Skies sehr fasziniert. Ist jetzt nicht so fern von uns, aber die Vorstellung der Ära des Fedoras, des Art deco, der Mobster und das mit den coolen Pilotenstorys, einfach geniale Unterhaltung.

Zitat
Das es auch anders, bzw. beides gleichzeitig geht hat mir letztens eine Anime-Serie gezeigt.

Kennst du Jin-Roh? Kein SciFi aber auch was wäre wenn, wenn nämlich Japan unter deutsche Fuchtel gekommen wäre und sich dort eine Militärdiktatur eingenistet hätte. Recht blutig, aber eine ziemlich gute Story und der Soundtrack ist klasse.

Zitat
Als Jugendlicher habe ich ganz kühl analysiert, dass es mit meinem Traum "Kosmonaut" wohl doch nichts wird.

Als Kind war das Idol Sigmund Jähn, aber nachdem ich dann später gesehen hab, was die da für Klos in ihren Raumschiffen haben, fand ich ein Colt für alle Fälle irgendwie angenehmer als Berufstraum.  Cheesy

Was die Zukunft angeht, na ja vielleicht machen wir es ja wie Ch. Stross es seine Heldin in Saturn's Children anmerken lässt. Wir sterben mal ne Weile aus, lassen die Maschinen und Robos ihre Programme abspulen und für uns Kolonien in der Ferne bauen und dann uns von ihnen wieder neu erschaffen, wenn die für uns die Drecksarbeit getan haben. Denn wie weis schon Freya zu berichten: "Space travel is shit!"

Zitat
1) Der Besiedlung des Kosmos geht ein primär wirtschaftliches Interesse vorraus(mehr Land und Ressourcen)

Aus heutiger Sicht kann man wirtschaftliches Interesse absolut nicht mit Raumfahrt, bzw. Weltraumbesiedelung verbinden. Keine Technik, die man in absehbarer Zeit (so binnen der nächsten 100 und mehr Jahre) entwickeln kann, würde eine Besiedelung jenseits der Erde wirtschaftlich vertretbar machen. Es geht da wohl eher um politische Propaganda und Neugier. Selbst Weltraumtourismus wird nicht viel weiter reichen, als bis kurz mal eben in den Orbit, alles andere ist zu teuer und nicht praktikabel genug.

Zitat
bei den meisten würde es beim Kontakt mit Außerirdischen zu Gefechten kommen, bevor ein Versuch der Kommunikation erfolgt.

Ich wette Dollar gegen Pfeffernüsse, dass die eher schießen, als wir überhaupt versuchen Kontakt aufzunehmen. Man fliegt nicht Jahrtausende durchs Nirgendwo, um dann bei dem einzigen Inselchen vorbeizuschwirren, nur weil da schon jemand wohnt. Es hat einfach etwas damit zu tun, dass auch andere Spezies die gleichen Probleme haben werden wie wir. Sie brauchen für interstellare Flüge seeeehr sehr viel Zeit. Wenn sie nicht gerade direkt neben einer tragbaren Energiequelle entstanden sind, die so das Äquivalent eines Quasars recht stabil liefert, ohne jeden in der Nähe umzubringen, kommen die aus ihrem System genauso wenig weg, wie wir aus unsrem. Mit dem besten Fusionsantrieb brauchst Millionen Tonnen Treibstoff/Fusionsmaterial um nur mal eben 40 Tonnen (genauer gesagt, so um die 2,5 Mio. Tonnen) binnen eines Menschenlebens 4 Lichtjahre weit zu bringen, Solarsegel funktionieren nur im Sonnensystem, Antimaterie existiert nicht, bzw. muss erstmal künstlich geschaffen werden (wofür man aber so viel Energie verbraucht, wie die am Ende liefert). Ionenantriebe sind toll, um mal eben im eigenen System rumzukurven, aber zu schwach und treibstoffverschwenderisch für alles weitere. Gäbe noch exotische Dinge, man könnte eine Nukleardetonation nutzen, bei der einen diese wegbringt, aber die sind etwas gefährlich und die Beschleunigung ist so stark, dass es die Passagiere zerdrückt (die Hitze und Strahlung, welche alle irgendwie grillt lassen wir mal weg). Man könnte auch eine Art Solarsegel mit einem gerichteten Lichtimpuls/Laserstrahl antreiben, aber auch das ist nicht sonderlich schnell und in seiner Reichweite begrenzt.

Warp- und Hyperantrieb lassen wir mal, das ist wirklich nur Fiktion, da hat niemand die Energie dazu. Selbst mit den günstigsten Vorraussetzungen eines sehr kleinen Feldes Negativer Energie (sofern es diese gibt, was noch nicht bewiesen ist) braucht man immer noch die Energie eines Sterns und die Sonne mit auf Reisen zu nehmen, wird wohl etwas kompliziert.

Das Problem mit interstellarem Reisen ist einfach, es dauert sehr lang und wenn eine Rasse es auf sich nimmt mehrere Generationen ins All zu reisen, mit einem ungewissen Ausgang und mit der Garantie niemals heim zu können, machen sie nicht vor einem Planeten halt, nur weil der bewohnt ist, und fliegen dann wieder weg. Friedlich koexistieren können sie auch nicht mit uns, da wir schon erstens eigene Probleme haben (die wissen aus ihrer Geschichte mit Sicherheit auch, dass eine Zivilisation die einen ganzen Planeten umfasst die Rohstoffe für sich braucht, um überleben zu können), zweitens biologisch inkompatibel sind (so einfach Handschütteln mit jedem Fremdling is nich, wäre sehr von abzuraten, wenn man nachher nicht an einer allergischen Überreaktion krepieren will. Unsere Luft ist sicher nicht wie die ihre, die Strahlung der Sonne nicht wie die ihre, die Biosubstanzen unserer Welt nicht mit ihrem Organismus kompatibel, weshalb sie irgendwie die Erde an ihre Lebensform anpassen müssten). Wir könnten aber auch Glück haben, dass sie aus einer so fremden Welt kommen, dass sie mit den Bedingungen der Erde nix anfangen können und die nicht als lebenswert betrachten. Aber dann sind wir sicher nicht wirklich interessant für sie, um hier dauerhaft rumzuhocken.
« Letzte Änderung: Oktober 05, 2008, 05:58:58 von Dark Hunter » Gespeichert

Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch. (Orson Welles)
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
WingCenter > Allgemeines > Allgemeines Forum (Moderator: Catkiller) > Thema: Science Fiction vs Realität vs Spiel
« vorheriges nächstes »
 
Gehe zu:  


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
Dezember 03, 2008, 09:34:07

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Suche
 
Erweiterte Suche
News
Serverumzug wurde erfolgreich abgeschlossen.

Stats
8221 Beiträge in 707 Themen von 421 Mitglieder
Neuestes Mitglied: tolpan
Powered by SMF 1.1.7 | SMF © 2006, Simple Machines LLC
Joomla Bridge by JoomlaHacks.com
| XHTML | CSS
WingCenter design by Nox Art | based on Half-Life2 design by Bloc | Seite erstellt in 0.066 Sekunden mit 22 Zugriffen.