Topic-icon Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdown

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5 Jahre 1 Monat her #18997 von Catkiller
Catkiller antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Mir geht es nur darum, nicht wieder wie früher anzufangen, meinen PC immer wieder mit Aktueller Hardware aufzurüsten. Nur damit ich die neusten Games für den PC spielen kann. Dazu habe ich keine Lust mehr. Nur dafür habe ich mir die Konsole gekauft.
Und wenn ich wählen muss, dann werde ich mir lieber wieder eine Konsole statt einen neuen PC kaufen.
Und wenn CR nur für den PC entwickelt, dann hat er eben einen Käufer für sein Produkt weniger. :squeeze:

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5 Jahre 1 Monat her #18998 von maltinator
maltinator antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Ich habe mich da schon mal registriert und mitgevotet. Ich denke, bei solchen Software-Projekten sollte ich ausnahmsweise mal ein paar Takte mitreden. Mal sehen, was rauskommt.

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5 Jahre 1 Monat her - 5 Jahre 1 Monat her #18999 von Luke
Luke antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Mit Gruselgeschichte hat das herzlich wenig zu tun, sondern mit simpler Logik und Beobachtung. Wenn man sich z.B. die Schnittstellen an PCs in den 80er und 90er anschaut, dann werden sich vor allem die älteren Semester an die grandiose Schnittstellen-Vielfalt erinnern, um nicht zu sagen das grauenhafte Schnittstellen-Chaos. Für jedes Gerät benötigte man eine andere Schnittstelle. Alleine PC Tastaturen hatten bis zum heutigen Tag primär 3 verschiedene Schnittstellen: DIN 5, PS/2 und USB, von einigen Exoten mal ganz abgesehen. Dann brauchte man die serielle für Mäuse, Modems und manche Drucker und später sogar für Handys, natürlich mit proprietären Datenkabeln direkt vom Handy-Hersteller. Dann die parallele für Drucker und manche Steuergeräte, für Joysticks wiederum benötigte man den Gameport usw. usf. Die Liste ist lang und wird noch zusätzlich durch einige Superexoten wunderbar ergänzt bei denen verschiedene Hersteller versuchten für ihre Geräte weitere proprietäre Schnittstellen zu etablieren, die glücklicherweise nie Verbreitung gefunden haben. Das alles wird heute mit USB gelöst.

Das gleiche Spiel haben wir bei den verschiedenen technischen Geräten in jedem Haushalt: Fernseher, Telefon, Personal Computer, Spielekonsole, Anrufbeantworter, Videorekorder usw. Es gab mal eine Zeit in der Spielekonsolen nur zum Spielen taugten. Heut kann man damit auch noch im Internet surfen, DVDs anschauen, Musik hören und noch vieles mehr. Auch gab es mal eine Zeit in der PCs nur zum Arbeiten taugten, wo wir da heute stehen, muss ich wohl niemandem erklären. Der PC ist ein echtes Multitalent das mit entsprechender Hardware-Spezialisierung sogar echte Profiqualitäten auf einem bestimmten Gebiet erreichen kann. Oder das Aufzeichnen von Fernsehsendungen; das war früher den klassischen Videorekordern vorbehalten. Heute können aber auch z.b. PCs aufzeichnen, z.B. per Streaming oder mit eigener Fernsehkarte. Oder Satelliten-Receiver die eigentlich mal nur für den Satelliten-Empfang gedacht waren, können heute auch schon direkt aufnehmen. Anrufe aufzeichnen war den Anrufbeantwortern vorbehalten, heute kann das jede bessere Fritzbox die eigentlich mal nur dazu gedacht war, ins Internet zu kommen. Sprachübertragung über grosse Entfernungen kostengünstig zu realisieren war ein Domäne des klassischen Kupferdrahts und den klassischen Telefonen. Heute geht das auch genauso gut mit Skype oder Teamspeak und einigen anderen Sprach-Lösungen übers Internet. Ganz zu schweigen davon, das klassische Telefonie auch direkt per VOIP abgewickelt werden kann und auch wird. Oder der moderne Fernseher mit Netzwerk-Anschluss, mit dem kann man auch im Internet surfen oder Videos von Youtube oder dem heimischen PC streamen, oder Urlaubsfotos direkt per Speicherkarte verarbeiten kann oder soagr direkt den Videorekorder ersetzen kann. Ich denke ich muss nicht weitermachen, das Prinzip dürfte klar geworden sein. Mit anderen Worten: Jeder der sich im Haushalt mal umschaut wird genau das feststellen, das die klassischen Funktionen der klassischen Geräte immer mehr von anderen multifunktionalen Geräten übernommen werden und alles immer weiter zusammenwächst.

Zudem muss man sich nur mal die Entwicklung alleine der Computer anschauen. Durch meinen Vater der in der Grossrechnerwelt "aufgewachsen" ist, weiss ich wie sich alleine Grossrechner weiterentwickelt haben und wo wir heute stehen. Grossrechner in diesem Sinne gibts eigentlich keine mehr. Deren raumfüllende sperrigen Kisten von damals wurden schon lange von kompakten Workstations ersetzt die vor allem auf IO und CPU Leistung getrimmt sind. Früher gab es die klassische Trennung zwischen Grossrechnern und PCs, wobei letztere von den "grossen" Jungs immer belächelt wurden. Nunja, wozu heute einzelne PCs imstande sind, wenn man deren Leistung effektiv koppelt, das wissen wohl auch die meisten. Die Grossrechner von damals hätten gegen diese geballte Power keine Chance mehr. Die populärste Anwendung für "distributed computing" ist wohl SETI. Das SETI Projekt bietet aber auch schon seit einiger Zeit diese geballte Power für andere Anwendungen, z.B. der Krebsforschung. Kein einzelner "Grossrechner" könnte es auch nur Ansatzweise mit diesem riesigen globalen Computer aufnehmen der vor allem von unzähligen Privatleuten gestellt wird. Und welche Computer Komponente eines einzelnen PCs ist vor allem für diese Rechenpower zuständig? Nicht etwa der Prozessor, das war einmal, sondern das Teil was eigentlich nur mal dafür sorgen sollte, das wir ein Bild sehen wenn wir auf unseren Monitor schauen; die Grafikkarte. Auch an diesem Beispiel sieht man perfekt wie Geräte die eigentlich für etwas ganz anderes konzipiert wurden, mit Erfolg zweckentfremdet wurden und werden. Bei NVIDIA nennt sich das übrigens CUDA.

Oder Autos. Welches moderne Auto kommt heute ohne Bordcomputer aus? All der technische Schnickschnack wie ABS, ESP, TRC, usw. usf. wird heute mit einer Zentraleinheit gekoppelt. Was machen die Jungs und Mädels in der Werkstatt denn als erstes wenn wir mit unserem schicken modernen Auto ein Problem haben? Na logisch, als erstes wird der Bordcomputer mit dem Werkstattcomputer verbunden. Wer kann heute von den nicht-Automechanikern noch wirklich viel an seinem modernen Auto machen? Flüssigkeiten auffüllen und notfalls Räder wechseln, mit mehr dürften wohl die meisten überfordert sein. Alleine der Motor ist heute eine hochkomplexe Angelegenheit. Die heutigen modernen Aggregate mit ihrer hohen Effizienz und Leistung haben mit den guten alten Vergasser-Motoren nicht mehr viel gemeinsam. In den guten alten Tagen mit Vergasermotor haben die Herren der Schöpfung auch mal einen Samstag in der Garage verbracht wenn der Vergaser vom Auto oder Motorrad Mucken gemacht hat. Vergaser ausbauen, sauber machen, neu einstellen und wieder einbauen. Mit etwas Motor-Kenntnis oder einem Autoschrauber in der Nachbarschaft war das überhaupt kein Problem. Den gleichen Hobbybastler von früher möchte ich heute an seinem Auto sehen wie er vor der offenen Motorhaube mit ebenso offener Kinnlade steht nur um dann im Telefonbuch jemand anzurufen der sich mit sowas auskennt. Und munter geht es weiter: In den 90er haben wir in der Clique noch gefrotzelt, das wir irgendwann monatlich die Firmware unseres Autos updaten müssen und uns da auch noch mit Virenscannern und Firewalls rumschlagen dürfen. Soweit sind wir auch fast schon, es laufen bereits seit Jahren Versuche die Funk-Datenbuse moderner PKWs von aussen zu knacken um festzustellen, wo man was sicherer machen muss. Mercedes z.B. testet Autos die per Funk miteinander verbunden sind, um im Notfall z.B. Massenkarambolagen zu verhindern indem sich die Autos untereinander "unterhalten" um so z.B. kollektiv eine ganze Gruppe von Autos eine kontrollierte Bremsung durchführen zu lassen unter Berücksichtigung des Abstandes, der Geschwindigkeit, Strassenverhältnisse usw. usf.

Oder Handys, bzw. heutzutage die sogenannten Smartphones. Das tolle an diesen Teilen ist doch eigentlich, dass man damit sogar telefonieren kann, unfassbar! :D Die Teile ersetzen heutzutage gleich eine ganze Batterie an Geräten wie z.B. Telefon, PDA, Navi, MP3-Player, Fotoapparat usw. usf. Und auch da hatten wir schon in den 90er gefrotzelt, das irgendwann für Handys Firewalls und Virenscanner notwendig werden. Willkommen in der schönen neuen Welt, soweit sind wir bereits.

Das alles lässt sich nahezu beliebig fortsetzen und zeigt ganz klar, wie die Funkionen klassischer Geräte immer weiter zusammenwachsen. Das der PC also in seiner heutigen Form definitiv zu einer vom Aussterben bedrohten Rasse gehört wie auch die Spielekonsole usw. dürfte jetzt denke ich klar sein. Es ist also definitiv keine Frage mehr des OBs, sondern nur noch des WANNs. Alleine Tablet PCs werden immer leistungsfähiger. Schon heute können diese Geräte in den allermeisten Word/E-Mail/Internet-Haushalten den klassischen PC ersetzen. Natürlich nicht für uns Spiele-Enthusiasten, aber ich habe auch nicht behauptet, dass der PC so schnell verschwinden wird, dessen Bedeutung wird aber mehr und mehr schwinden. Es wird in nicht ferner Zukunft keine dutzende von Geräten im Haushalt für Unterhaltung, Kommunikation, Sicherheit, medizinische Überwachung usw. mehr geben, sondern nur noch ein paar ganz wenige, vielleicht auch nur ein einziges Gerät.

Der Punkt ist, all das hat sich in den letzten Jahrzehnten quasi still und heimlich in unseren Alltag geschlichen ohne von uns wirklich wahrgenommen zu werden. Zumindest nicht von den meisten Menschen. Nur die wirklich Technik-affinen Nerds und Geeks unter uns oder allgemein diejenigen die mit IT ihr Geld verdienen, können das noch halbwegs verfolgen. Und selbst die sehen vieles schon als völlig selbstverständlich an. So erscheint es als geradezu grotesk wenn da jemand behauptet der PC stirbt aus. ...einfach mal ein paar Meter rückwärts gehen und die Sache mit etwas Abstand betrachten. Der PC wird uns noch eine schöne Weile erhalten bleiben, aber der PC in seiner heutigen Form mit seinem seit Jahrzehnten quasi unveränderten Konzept ist definitiv nicht die Zukunft.

Um schlussendlich zur "Gruselgeschichte" zurück zu kommen: da sollte man sich eher an Profis halten wie Alfred Hitchcock, John Carpenter, Stephen King und so weiter. Das ist nicht mein Metier. ;)

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Letzte Änderung: 5 Jahre 1 Monat her von Luke.

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5 Jahre 1 Monat her #19000 von maltinator
maltinator antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Huiii, ganz schön langer Atem! :)

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5 Jahre 1 Monat her #19001 von Luke
Luke antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo

Uwe schrieb: Warum würdest du eine Konsolen Umsetzung nicht begrüßen? Das ist doch heute bei vielen Spielen üblich. Auch anders herum! Ich persönlich kenne mich mit Programmierung nicht aus. Bedarf das zu vieler Kompromisse?


Weil Konsolen Spiele kaputt machen. Ok, in dieser harten Formulierung ist das nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern entstammt der Feder eines Forenmitglieds der RSI Seite. Leider gibts dort nach wie vor keine Suchfunktion und ich finde den Thread nicht mehr, ich habs aufgegeben.

Warum? Eben wegen diesen vielen Kompromissen. Um ein Spiel kostengünstig herzustellen, muss man bereits in der Planung grob festlegen, für welche Plattform dieses erscheinen soll. Soll es sowohl für Konsolen (wobei hier ja auch nochmal unterschieden werden muss) als auch PCs (und hier auch wieder nach Windows, Mac und Linux unterscheiden) erscheinen, muss man z.B. die jeweiligen Controller-Schwerpunkte berücksichtigen. Beim PC ist das nunmal Maus und Tastatur. Bei der Konsole hat man i.d.R. aber keine Maus sondern eben ein Gamepad und muss das bei der Erstellung der GUI, also der Oberfläche berücksichtigen. Also geht man den Weg des geringsten Widerstandes und entwickelt nicht perfekt an die jeweilige Plattform angepasst, sondern entscheidet sich entweder primär für eine davon, oder aber man nutzt bei allem nur den kleinsten gemeinsamen Nenner. Nehmen wir als Beispiel Splinter Cell 4. Die PC Version ist ein hervorragendes Beispiel für einen lausigen Konsolen-Port. Das Ding steuert sich wie an einer Konsole. Die Steuerung wirkt an einem PC mit Maus deswegen geradezu grotesk, weil man wirklich nahezu 1:1 die Konsolen-Oberfläche gewaltsam auf den PC aufgepfropft hat, ohne die Besonderheit der Maus zu berücksichtigen. Die Teile 1-3 wurden dagegen primär auf den PC optimiert und dort ist die Steuerung so genial wie eingängig und perfekt auf Maussteuerung ausgelegt. So ging eine einst legendäre Spieleserie den Bach runter.

Das ist nur ein Beispiel von sehr vielen. Eigentlich müsste man den Satz ganz oben anders formulieren: "Konsolen machen PC Spiele kaputt", das wäre präziser. Und eigentlich ist auch dieser Satz nicht richtig, denn eig. sind nicht die Konsolen per se schuld, sondern schlicht die Entwickler. Es könnte nämlich durchaus für alle Plattformen nahezu perfekt entwickelt werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Stärken. Nur sowas kostet viel Zeit, Geld und Knowhow. Und da z.B. in USA, der wohl wichtigste Spielemarkt, Konsolen den PCs schon lange den Rang ablaufen, müssen wir uns nicht wundern, warum es immer weniger gute PC Spiele gibt.

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5 Jahre 1 Monat her #19005 von Arrow
Arrow antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Also deinen Ausführungen bezüglich des PCs kann ich so nicht zustimmen. Der PC wäre schon längst von der Bildfläche verschwunden, hätte er ein "seit Jahrzehnten quasi unverändertes Konzept", was eben nicht der Fall ist. Der PC hat sich sehr wohl weiterentwickelt - das einizge, das unverändert blieb, ist seine Offenheit, Erweiterbarkeit und Vielseitigkeit. Gerade die Standardisierung der Anschlüsse hat die Möglichkeiten des PCs nochmal erheblich verbessert und seinen Einsatz erleichtert. Das Schnittstellen-Chaos von damals existiert schon lange nicht mehr.

Zu behaupten, der PC wäre nicht die Zukunft, halte ich für reichlich abgedroschen und redundant. Was ist denn Zukunft? 10 Jahre, 20 oder 200? Vor zehn Jahren waren es die neuen Konsolen, die den PV angeblich ablösten - trotzdem konnte man mit einer PS2 zwar eine DVD am TV anschauen, jedoch sonst nichts, was über das Spielen hinausging. Das Gerede über Zukunft wirkt doch schon seit Jahren wie eine ständige Marketing-Kampagne, mit der irgendwelche Trends befeuert werden sollen.

Ich sehe auch heute den PC nicht im geringsten in Gefahr, nur weil die Leute zum Teil mit dem Tablet zum Surfen und Lesen auf ihrer Couch liegen. Kein Tablet ersetzt einen PC auch nur ansatzweise, selbst wenn die Leistung noch so hoch wäre. Was allenfalls geschehen könnte, ist die weitere Hybridisierung. Möglicherweise werden PC und Tablet zu einer modularen Einheit verschmelzen und es nicht länger erforderlich machen, unterschiedliche und unabhängige Geräte zu besitzen. Das wird sicher auch den PC verändern, aber ich glaube, dass der PC als grundsätzlich freie Plattform nicht verschwinden wird.

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5 Jahre 1 Monat her #19006 von Luke
Luke antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo

Arrow schrieb: Also deinen Ausführungen bezüglich des PCs kann ich so nicht zustimmen. Der PC wäre schon längst von der Bildfläche verschwunden, hätte er ein "seit Jahrzehnten quasi unverändertes Konzept", was eben nicht der Fall ist. Der PC hat sich sehr wohl weiterentwickelt - das einzige, das unverändert blieb, ist seine Offenheit, Erweiterbarkeit und Vielseitigkeit. Gerade die Standardisierung der Anschlüsse hat die Möglichkeiten des PCs nochmal erheblich verbessert und seinen Einsatz erleichtert.


Ok, hier muss man wohl etwas präzisieren: für alle die diese Flexibilität schätzen, ist der PC momentan definitiv nicht zu ersetzen. Aber wie ich aus meinem eigenen Umfeld sowohl privat als auch beruflich weiss, braucht der grösste Teil der PC Besitzer tatsächlich gar keinen PC Zuhause, da würde ein Tablet völlig reichen. Du siehst z.B. auch an Catkillers Beitrag das viele diese Flexibilität nicht so sehr schätzen wie eine Plattform die lange Zeit unverändert bleibt. Allerdings brauchen viele diese Flexibilität auch gar nicht. Ich empfehle z.B. im privaten Umfeld inzwischen viel öfters ein Notebook oder Netbook als einen PC. Vor allem für "normale" Benutzer die gar nicht in der Lage wären Komponenten zu tauschen, oder einfach keine Lust dazu haben. In beruflichen Umfeld siehts anders aus. Da kommen deutlich mehr PCs in der Empfehlung vor, weil diese für die meisten Aufgabengebiete deutlich günstiger in der Anschaffung sind als ein entsprechendes Notebook.

Das Schnittstellen-Chaos von damals existiert schon lange nicht mehr.


Exakt das habe ich doch geschrieben. Das Thema Schnittstellen habe ich nur angeführt um eines von vielen Gebieten zu zeigen, bei denen Standardisierung, Vereinfachung und vor allem Zusammenführung verschiedenster Standards und Funktionalitäten stattgefunden hat.

Zu behaupten, der PC wäre nicht die Zukunft, halte ich für reichlich abgedroschen und redundant. Was ist denn Zukunft? 10 Jahre, 20 oder 200? Vor zehn Jahren waren es die neuen Konsolen, die den PV angeblich ablösten - trotzdem konnte man mit einer PS2 zwar eine DVD am TV anschauen, jedoch sonst nichts, was über das Spielen hinausging. Das Gerede über Zukunft wirkt doch schon seit Jahren wie eine ständige Marketing-Kampagne, mit der irgendwelche Trends befeuert werden sollen.


Warum nur kommen immer die gleichen "Marketing" Argumente wenn man schreibt, der PC verliert zusehends an Bedeutung? Ich verdiene nichts daran solche Texte zu schreiben, ich werde von keiner Firma dafür bezahlt und ich selbst habe nicht das geringste Interesse daran, dass der PC vom Markt verschwindet. Es ist eine schlichte Feststellung/Beobachtung in meinem direkten Umfeld und was ich regelmässig in PC Magazinen und im Internet feststelle z.B. beim Lesen verschiedenster Artikel zum Thema Hardware.

Ich sehe auch heute den PC nicht im geringsten in Gefahr, nur weil die Leute zum Teil mit dem Tablet zum Surfen und Lesen auf ihrer Couch liegen. Kein Tablet ersetzt einen PC auch nur ansatzweise, selbst wenn die Leistung noch so hoch wäre. Was allenfalls geschehen könnte, ist die weitere Hybridisierung. Möglicherweise werden PC und Tablet zu einer modularen Einheit verschmelzen und es nicht länger erforderlich machen, unterschiedliche und unabhängige Geräte zu besitzen. Das wird sicher auch den PC verändern, aber ich glaube, dass der PC als grundsätzlich freie Plattform nicht verschwinden wird.


Um das mal klarzustellen: gerade für seine Flexibilität und Vielseitigkeit schätze ich den PC. Mir macht es auch nicht im geringsten etwas aus, den PC von Zeit zu Zeit aufzurüsten, auch wenn ich persönlich da schon viel ruhiger geworden bin. Und ich gehöre noch immer zu den PC Besitzern, die sich keine PCs von der Stange kaufen und sich auch keine bauen lassen. Ich baue noch immer selber und zwar handverlesene Komponenten die einwandfrei harmonieren. Wenn ein neuer PC ansteht, dann wälze ich auch Testberichte und Rezensionen der einzelnen Komponenten bis ich alles zusammenhabe. Das läuft aber im Gegensatz zu früher deutlich gemütlicher ab, nämlich dann wenn ich sowohl Zeit als auch Lust dazu habe. So kann es dann auch schon vorkommen, dass ein paar Wochen ins Land gehen, bis auf meinem Werkstatt-Tisch alle Komponenten liegen für den Zusammenbau. Und ich lege extrem viel Wert auf z.B. Stabilität und Kühlung. Darum kommt in meinem Umfeld auch jeder zu mir für Tipps oder Hilfe beim Zusammenbau oder für Hilfe bei der Auswahl der einzelnen Teile. Bei mir wird ein PC auch nicht in ein paar Stunden zusammengeschustert, sondern ich reserviere mir alleine für den Zusammenbau mindestens 2-3 Abende und nochmal eine Woche fürs Feintuning inklusive knackiger Belastungstests über mehrere Stunden.

Aber das hat alles nicht das Geringste mit meiner Beobachtung zu tun, dass die Bedeutung des PCs schwindet. Das sieht man schon an Catkillers Aussage, denn so denken durchaus ne ganze Menge Leute die keinen Bock mehr darauf haben, ständig den PC aufzurüsten.

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5 Jahre 1 Monat her #19010 von Arrow
Arrow antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo

Luke schrieb: Aber das hat alles nicht das Geringste mit meiner Beobachtung zu tun, dass die Bedeutung des PCs schwindet. Das sieht man schon an Catkillers Aussage, denn so denken durchaus ne ganze Menge Leute die keinen Bock mehr darauf haben, ständig den PC aufzurüsten.


Also in meinem Bekanntenkreis stelle ich vielmehr fest, dass neben dem üblichen (Tower-)PC auch ein Notebook sowie früher oder später eine Konsole steht. Der PC und das Notebook sind für die üblichen Anwendungen da, wobei der PC meist noch als Spielerechner herhält. Wenn noch ein Tablet dazu kommt, dann meist nur als nette Spielerei bzw. für einfache Anwendungen, die nicht das extra Anschalten der anderen Gerät erforderlich machen. Die Konsole ist davon komplett getrennt und hängt ohnehin am Fernseher. Das kommt sich also nichts in die Quere und keine Plattform ersetzt die andere, sondern früher oder später ist eben nach und nach alles im Haus.

Allerdings sollten wir an dieser Stelle auch unterscheiden zwischen dem PC als Allroundgerät sowie dem PC als Spieleplattform. Es ist z.B heute gar nicht mehr unbedingt erforderlich, ständig den PC aufzurüsten, da die meisten Spiele die aktuelle Hardware nicht ausreizen und entsprechend auch auf älterer Hardware problemlos laufen. Klar, mit einer Konsole (welche eigentlich am besten?) - lässt man das hinter sich und hat erst mal Ruhe. Ich kenne aber niemanden, der trotz Konsole (teilweise auch gerne mehrere) komplett auf den PC als Spieleplattform verzichten könnte. Manche Genres sind am PC nunmal noch besser zu spielen, und so kommt man also nicht dran vorbei.

Zurück zum Thema. Es hat wohl den Anschein, als würde Roberts erst einmal nur für den PC entwickeln. Daraus würde ich aber noch nicht ableiten, dass die Konsolen zwangsweise leer ausgehen werden. Solle Roberts aber die heutige Technik ausnutzen wollen, kommt er am PC gar nicht vorbei. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass eine neue Konsolen-Generation ansteht. Die PS3 ist die Tage noch mal in einer Slim-Variante angekündigt worden...

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5 Jahre 1 Monat her #19071 von Catkiller
Catkiller antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Das nenne ich mal einen Hangar! :eek2:
Freue mich jetzt schon auf das fertige Game. :nervous:
Anhang:

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5 Jahre 1 Monat her #19072 von Arrow
Arrow antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Sehr schick! Und Meister Catkiller hat ein neues Hintergrundbild. :D

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5 Jahre 1 Monat her #19074 von Luke
Luke antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Yes, auf RSI schon gesichtet. Der Hangar sieht jetzt mal wieder eher Richtung WC aus. Wobei bisher die meisten Bilder eher auf Privateer&Co. hingedeutet haben. Vielleicht bringt er ja auch beide Welten zusammen. ;) So nach dem Motto: entscheide ich mich für ein Privateer Leben oder folge ich doch eher den Stars&Stripes? Oder bin ich hauptberuflich ein Soldat und fliege in der "Freizeit" ein paar Waren von A nach B? Das wäre dann ein Hammergame. Wobei man dann als Soldat einer Story folgen könnte und da auch sehr gut geskriptete Missionen passen würden. Und im Privateer Part hätte Multiplayer, evtl. sogar MMO einen Sinn. Wer weiss wer weiss.

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5 Jahre 1 Monat her #19075 von Catkiller
Catkiller antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Die Idee finde ich klasse..wobei mir auch das gefallen könnte, wenn man auf dem Träger in der EGO Perspektive wie bei Starlancer von A nach B herum laufen kann..durch den Hangar spazieren sich mit den Mechaniker unterhalten ect.PP Das wäre doch mal was. ;7

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5 Jahre 1 Monat her #19076 von Arrow
Arrow antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo

Luke schrieb: So nach dem Motto: entscheide ich mich für ein Privateer Leben oder folge ich doch eher den Stars&Stripes? Oder bin ich hauptberuflich ein Soldat und fliege in der "Freizeit" ein paar Waren von A nach B? Das wäre dann ein Hammergame. Wobei man dann als Soldat einer Story folgen könnte und da auch sehr gut geskriptete Missionen passen würden.


Das wäre tatsächlich mal ein interessanter Ansatz. So konnte man den großen Spagat zwischen völliger Freiheit und Kampagnenstruktur möglicherweise einmal meistern. Der Spieler kann sich frei entscheiden, ob er lieber frei à la Privateer die Systeme erkundet und seine eigene Karriere startet oder sich (auch zu einem späteren Zeitpunkt) dem Militär anschließt. Das erspielte, hochgerüstete Freibeuter-Schiff müsste dann natürlich im nächstbesten Hangar abgestellt und gegen einen Standardjäger eingetauscht werden.

Zu gerne hätte ich bei Freelancer anfangs eine Auszeit von der Story genommen und die Systeme frei erkundet, gehandelt oder gekämpft. Stattdessen durfte man eine rote Linie nie überschreiten und wurde weitergehetzt. Ob man das am Ende sogar mit ein wenig MMO anreichern könnte, wäre die Frage.

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5 Jahre 1 Monat her #19147 von Catkiller
Catkiller antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Neuigkeiten von unseren Chris!

Chris Roberts arbeitet an einem neuen Spiel. Der Schöpfer der Wing Commander-Reihe erklärte nun, was ihn zu seiner Rückkehr in die Spielebranche bewegt hat und in welche Richtung sein neues Spiel geht.

Weiter geht es hier bei Gamestar. :ha: :D

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5 Jahre 1 Monat her #19148 von Luke
Luke antwortete auf das Thema: Enthusiastische Worte von Chris Roberts, Golden Tickets und ein weiterer Countdo
Ich hab das Interview bereits im englischen Original gelesen und es gab nicht wirklich viel neues dabei. Eines jedoch ist interessant, ich zitiere hier mal die entsprechende Gamestar Übersetzung:

"Ich will kein Mobile-Game machen. Ich will kein Social-Game machen. Da würde ich mich lieber selbst erschießen. Und ich weiß, dass Leute dafür [gut] bezahlt werden."


Damit wäre zumindest mal dieser Mist vom Tisch, was somit auch einige Threads im RSI überflüssig macht.

Er liebe es einfach, große Spiele zu erschaffen, die einem »die Kinnlade runterfallen lassen«. Daher wird das Spiel zudem privat finanziert. Auf einen regulären Publisher habe Roberts aufgrund der vorherrschenden Firmen-Politiken keine Lust. So wären die meisten traditionellen Geldgeber etwa wenig risikofreudig, wenn man nicht gerade das nächste Call of Duty entwickeln möchte.


Das ist bemerkenswert und mutig. Ich hoffe er kann so "sein Ding" wirklich durchziehen, ohne das ihm eine höhere Instanz (Publisher) ins Handwerk pfuscht. Denn dann könnte uns endlich wieder ein "echtes" Roberts Game erwarten bei dem er das Sagen hatte.

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