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Da es im Augenblick etwas still hier im Forum ist und etwas Bewegung nicht schaden kann, mache ich einfach mal einen neuen Thread zum Thema DVDs auf. Was habt ihr zuletzt gesehen, was könnt ihr anderen empfehlen?

Battlestar Galactica Jahr: Pilot (Miniserie) 2003, Serie ab 2004 Staffeln: 4, plus 2 Extrafilme (Razor und Der Plan) ............................................................................ Der Trend musste ja kommen: alte Serien einfach mal neu auflegen und sehen, ob es vom Zuschauer angenommen wird. Im Falle von BSG ist dies definitiv der Fall. Zur Story muss wohl nicht besonders viel gesagt werden, Mensch und Maschine befinden sich im Krieg, die Kinder erheben sich gegen ihre Schöpfer. Der geplante vollständige Genozid schlägt jedoch fehl, einigen Menschen gelingt die Flucht in Richtung einer geheimnisvollen weiteren Kolonie, genannt Erde... Wobei dieses Ziel zu Beginn noch eine Lüge darstellt, ein Mythos um die Menschen zu vereinen. .............................................................................

Yes! Mit Ausnahme der Serie "Firefly" habe ich bislang noch nie soviel Spaß an einer SciFi Serie gehabt wie mit BSG. Charaktere und deren Entwicklung, wundervoll in Szene gesetzte Schiffe und Schlachten, bissige Dialoge und die vielen kleinen Eastereggs machen es schwer, mal eben nur eine Folge zu schauen. Hinzu kommt ein gehöriges Maß an Realismus - und das gilt nicht nur für die Jäger/Schiffe und die dazugehörige Flugphysik. Sicher, vieles ist gewöhungsbedürftig: Starbuck ist jetzt weiblich, Boomer auch. Col. Tigh ist alkoholabhänig, ein kalter, arroganter Ar... und Baltar ist nicht nur schuldig am Genozid und damit an der Grenze zum Wahnsinn (genial: seine Unterhaltungen mit der "imaginären" Zylonin No. 6), sondern auch ein genialer Kopf, der es immer wieder schafft seinen Hals aus den vielen Schlingen, die er im Übrigen selber aufhängt, zu ziehen.

Unbedingt sehenswert!

Ich hab BSG nur bedingt verfolgt. Mir ging irgendwann dieser ganze mystizismus und Religionsgeschwafel aufn Senkel. Dazu eine Kameraführung die ich so überhaupt nicht ausstehen kann. In aktionsequenzen ist es durchaus okay wenn es wackelt aber auch diese aktioncam zu verwenden wenn sich zwei Menschen unterhalten ist einfach nur anstrengend für die Augen.

Ansonsten muß ich aber Deacan recht geben. Der Aufbau der Story und die Entwicklung der Charaktere gehört zu dem besten was mir so in letzter Zeit unter gekommen ist. Es ist halt mehr als Galactica einfach mit neuer "Graphik".

Persönlich bin ich immer noch im zwiespalt ob ich die Serie weiter sehen werde....mal schauen. ^_^

Ansonsten was ich zuletzt gesehen hab waren die Staffeln 1+2 von "Game of Thrones". Eigentlich bin ich nicht der "Mittelalter / Phantasy" typ aber die Serie ist stark.

Die Charaktere schwanken zwischen flach und sehr interessant. Klar der eine will sein Vater rächen..daneben gibts halt nicht viel. Trotzdem entwickeln alle Charaktere irgendwo ein gewissen charm. Man sollte der Serie allerdings die ersten drei Folgen gönnen bevor man sich entscheidet weiter zu schauen oder nicht. Jedenfalls ist es mir so ergangen. Ich hab ehr durch zufall reingeschaut und hab dann neben dem Wäschewaschen den Fernsehr laufen lassen. Nach der dritten Folge hatte ich alles vergessen was ich machen wollte und hab die erste Staffel in einem Rutsch durchgeschaut.

Wer die Serie noch nich gesehen hat. Reinschauen lohnt sich. Ich warte jetzt jedenfalls auf die dritte Staffel (die zweite hab ich auch fast in einem rutsch geschaut)

Also für mich war die Serie ehrlich gesagt nach Exodus, Part 2 vorbei. Das war am Anfang der dritten Staffel. Danach konnte es mich einfach bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr begeistern. Das Staffelfinale von Staffel 3 war noch cool und auch das Mid-Season Finale von Staffel 4 hätte meiner Meinung nach das wesentlich bessere Serienfinale abgegeben als das was es hinterher wurde. Aber wie gesagt, für mich ließ die Faszination in dem Moment nach, wo der rote Faden verlassen wurde und nicht mehr durch jede Folge gezogen wurde. Bis Mitte der 2.Staffel hatte man ja im Grunde vom Pilotfilm aus eine durchgängige Geschichte. Nach dem Pegasus-Dreiteiler war diese Geschichte aber vorbei und in meinen Augen verlor sie ab da auch das Ziel aus den Augen. Der New Caprica Strang war durchaus ein interessanter Kniff und ich hoffte da durchaus auf neue Impulse durch dieses übersprungene Jahr und der Veränderung der Charaktere. Bedauerlicherweise wurde dieses Potenzial in meinen Augen nicht wirklich genutzt. Außerdem war der "Sie haben einen Plan"-Satz im Intro ja eher zum Running Gag. Der Plan der Zylonen hat sich hinterher als Kein Plan offenbart.

Razor fand ich als Film ürigens gar nicht schlecht, The Plan war dagegen in meinen Augen nicht wirklich gut, eben weil die Zylonen eh keinen Plan hatten. Die Mini-Serie als Anfang empfand ich persönlich aber auch trotz der 3 Stunden grandios.

Aber ich muss echt sagen, Babylon 5 bleibt für mich trotzdem die deutlich bessere Sci-Fi Serie. Denn die hatte tatsächlich einen Plan. Auch wenn die CGI Szenen heutzutage natürlich eher hässlich anzusehen sind, aber dafür stimmt die Geschichte und auch die Charakterentwicklung in der Serie 😊

Oh ja B5 ist eine gute Serie.

Battlestar Galactica - hat mir recht gut gefallen - vielleicht abgesehen davon, dass sie aus dem collsten Charakter des Originals eine Frau gemacht haben - und auch mir ist es vor allem gegen Ende hin einfach zu abgedreht geworden (will jetzt nix spoilern).

Babylon 5 ist sowieso ein "All Time Favorite" - die erste Staffel gehts ja noch recht gemächlich an, aber ab der 2. Staffel hab ich mich selbst zwingen müssen, eine Pause beim Schauen einzulegen.

Firefly kommt für mich gleich dahinter weil es die mit Abstand besten und originellsten Geschichten erzählt.

Game of Thrones - find ich auch sehr gut - vor allem weil hier nichts vorhersehbar ist - da wird auch den vermeintlich Guten wirklich böse mitgespielt und die Bösen gewinnen öfter als es einem lieb ist - ich sag nur Geoffrey, der kleine Pi..er.

Was meiner Meinung nach noch erwähnenswert wäre ist "The Walking Dead" - Zombies überschwemmen die Erde. Die hoffnungslos unterlegenen Überlebenden sind auf einer aussichtslosen Flucht. Hört sich furchtbar banal an, ist aber ungeheuer intelligent in Szene gesetzt. Hier ist es übrigens ähnlich wie bei Game of Thrones. Es ist nicht leicht vorhersehbar wer Gut oder Böse ist, wer überlebt oder stirbt - aber genau das macht die Serie so interessant.

Dazu hätte ich jetzt noch einen Filmtipp - "The Road" mit Viggo "Aragorn" Mortensen. Die Welt ist kaputt, die letzten Überlebenden schlagen sich durch und versuchen irgendwie zu überleben. Dabei ist der Film in keiner Phase übertrieben oder auf Effekthascherei aus. Ich habe noch keinen Film gesehen der so ein Endzeitszenario so realistisch einfängt wie The Road (vergesst The Book of Eli). Wer bei dem Film keine Gänsehaut bekommt (vor Beklemmung) hat echt keine Nerven.

Da möchte ich auch mal eine Serie in die Runde werfen, auch wenn ich die DVDs/BluRays noch nicht besitze: Star Trek, ganz ohne Anhängsel, ganz ohne laufende Nummer. Ich rede natürlich von der klassischen "Originalserie", die ich derzeit auf dem Sender ZDFneo täglich verfolge, und zwar in der "remastered"-Variante. Sie wird auf dem Sender täglich ausgestrahlt, was auch die dt. Erstausstrahlung bedeutet, wenn man so will. Dass es sich bei der "Remastered" tatsächlich um eine Art Neuauflage handelt, liegt daran, dass das deutsche Fernsehen aus der Serie in der damaligen Erstausstrahlung aus den 70ern fast schon wieder etwas völlig anderes gemacht hat. Beim Namen "Remastered" denken die meisten sowieso erst mal an die vielen CGI- und Effektmodifikationen, die man vorgenommen hat, aber die sind eigentlich gar nicht so ausschlaggebend - jedenfalls nicht für mich. Die Serie ist für das deutschsprachige Publikum auf DVD/BluRay deswegen interessant, weil nun 39 der 79 Episoden endlich nicht mehr in der vom ZDF von 50 auf 45 Minuten gekürzten Fassung zu sehen sind. Das sorgt teilweise für ein völlig neues Erlebnis, und viele Episoden sieht man dann in einem anderen Licht. Die fehlenden Passagen wurden natürlich mit größtenteils neuen Sprechern nachsynchronisiert, was aber durchweg gut gelungen ist. Schaltet man gleich auf die englische Tonspur um, umgeht man ohnehin die deutsche "Blödelsynchronisation", die man damals für eine vermeintliche Kinderserie angefertigt hat, und sieht die Episoden ohne jeden Bruch so, wie sie gedacht waren. Vieles wirkt dann auch gleich weniger infantil oder gezwungen albern, obwohl ich die deutschen Sprecher natürlich auch lieb gewonnen habe. Noch weiß ich nicht, ob ich mir die Serie eher auf BluRay oder doch noch auf DVD zulegen soll. Der Preisunterschied ist nicht zu verachten: so bekommt man die komplette Serie auf DVD schon für faire 67€, während die BRs noch mit satten 50€ pro Staffel zu Buche schlagen. Für absolute Nostalgiker wären auf der BR-Version auch gleich noch die unmodifizierten Originalfolgen mit drauf. Die verbesserte Bildqualität zeigt sich aber bereits im Non-HD-Fernsehen: das Bildrauschen wurde aus dem originalen 35mm-Material erstaunlich gut heraus gefiltert, die Farben leuchten regelrecht wieder auf, und auch die Bildschärfe ist für so eine alte Serie beeindruckend! Auf jeden Fall sieht man die Serie in der neuen Fassung tatsächlich zum ersten Mal "richtig", was auch so manchen Kritikpunkt an ihr relativieren dürfte. Ich hadere noch am Medium...

Ich hab mal die BR bei einem Freund angeschaut. Sieht wirklich gut aus. Vielleicht sollte ich mir die mal ausleihen.

gevatter Lars schrieb:Ich hab mal die BR bei einem Freund angeschaut. Sieht wirklich gut aus. Vielleicht sollte ich mir die mal ausleihen.

Wenn du die Möglichkeit hast, auf jeden Fall. Wenn du dir eine Staffel ansiehst, wirst du in der dt. Fassung sofort heraushören, ob es sich bei den Episoden um die Erstsynchronisation (Blödelei) des ZDF oder um die Mitte der 80er vorgenommene Vertonung der restlichen Folgen handelt: Neben den albernen Sprüchen fehlen dann auch die neuvertonten Passagen, da diese Folgen nie gekürzt wurden. Aus diesem Grund wirkte die Serie auf deutsch nicht immer so ganz "wie aus einem Guss", da die Hälfte der Folgen eben nicht zwangsweise auf lustig getrimmt, sondern richtig ordentlich übersetzt war. Das wurde bei der "Remastered" natürlich nicht angetastet, aber auch die "Blödelfolgen" sieht man in der vervollständigten Fassung gleich mit etwas anderen Augen.

Vorletzte Woche lief die Episode "Gefährliche Planetengirls" (Originaltitel: "That Which Survives"). Schon der Titel macht deutlich, was einen auf deutsch erwartet. Ist wirklich ein aboluter Tiefpunkt der dt. Übersetzung. Hier stößt sich Mr. Spock mit dem Kopf an seiner Konsole und behauptet, er wäre "mit der Rübe an die Kante geknallt", nachdem er aufgefordert wurde, sich doch bitte deutlich auszudrücken... 😉

Oh man ich hab die Serie so lange nicht mehr gesehen das ich mich an so etwas gar nicht mehr erinnere. Was ich aber behalten hab ist das in der BR version die ich gesehen hab die Qualität der Bilder so gut ist das man sogar die Klebereste auf den Bedienpulten sieht und das mir entlich der eine Schatten im Bild jetzt klar genug war das ich ihn als Tonangel indentifizieren konnte. Und da sag nochmal jemand HD biete nicht mehr qualität als normales fernsehen...auch wenn es hier etwas zu viel qualität ist ^_^ Tja damals konnte man schlampiger arbeiten weil es niemand gesehen hat.

Ich habe von TOS bisher nur die dritte Staffel auf Blu-Ray, aber sie gefällt mir sehr gut. 😊

Einer von meinen Lieblingsfilmen, den ich vorstellen möchte, ist dieser: "Tora! Tora! Tora!" (1970) In diesem Film geht es darum, die Ereignisse, die zum Angriff auf Pearl Harbor führten und den Angriff selber, nachzuerzählen. Die Nacherzählung ist in meinen Augen sehr objektiv und ausgewogen, was wohl vorallem daran liegt, dass die USA und Japan gemeinsam diesen Film produzierten. Dieser Film gilt als historisch korrekt. Ich habe ihn auch mal jemanden gezeigt, der sich sehr mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt und auch er meinte, dass dieser Film historisch korrekt sei. (Hinweis: Ob Yamamoto das mir dem schlafenden Riesen tatsächlich gesagt hat, ist nicht belegt worden) Die Effekte sind nach wie vor hervorragend, sogar für heutige Maßstäbe. (Immerhin bekam der Film 1970 den Oscar für beste Spezialeffekte) Und das Bild und der Ton auf der Blu-Ray sind erstklassisch. Was vorallem wichtig ist, ist dass die Blu-Ray die auf dem Bild eingebrannten Untertitel von der DVD nicht hat. Auch die Extras der Blu-Ray sind sehr interessant. Ich zitiere von der Hülle der Blu-Ray: -Audiokommentar von Regisseur Richard Fleischer und den Experten für japanische Filmgeschichte Stuart Galsbraith IV -Dokumentation: Der Tag der Schande -Tora! Tora! Tora! Ein Riese erwacht -2 Bildergalerien -10 Fox tönende Wochenschau-News -AMC Backstory: Tora! Tora! Tora! -Original Kinotrailer Die Blu-Ray enthält zur normalen Fassung auch die japanische Fassung, die um zwei Szenen länger ist. In der einen begleitet der japanische Minister (Namen vergessen) Admiral Yamamoto zum Kaiser, um ein Ritual durchzuführen. In der anderen eher lustigen Szene erklärt ein Koch seinem Kollegen, wie die Zeitzonen funktionieren. Beide Szenen sind auf der deutschen Tonspur nicht nachsynchronisiert worden.

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit der Blu-Ray und kann sie nur weiterempfehlen. Auch empfehle ich, die Doku "Tora! Tora! Tora! Ein Riese erwacht" anzuschauen. Es ist sehr spannend, was hinter den Kulissen los war, wie der Film entstanden ist, was ausgelassen wurde und warum. Wie gesagt: Ein hervorragender Film, der meiner Meinung nach sogar für den Geschichtsunterricht gut geeignet wäre.

Und hier ist der Kinotrailer: http://youtu.be/GgX1WBf2SjE

Hyperdrive - Der Knall im All - Jahr: 2006 Staffeln: 2 (insgesamt 12 Episoden) ………………………………............. Wir schreiben das 22. Jahrhundert. Die Crew des Raumschiffs “HMS Camden Look” versucht, Großbritanniens Ansprüche und Kultur auch in den letzten Winkel der Galaxis zu tragen. Das geht natürlich nicht ohne eine große Portion Selbstüberschätzung und geregelte Teepausen. ………………………………..............

Die Briten sind nicht erst seit dem Team rund um John Cleese, Eric Idle und Co für ihren doch recht surrealen Humor bekannt und so war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis man sich vor Ort des Themas SciFi annehmen würde. Hyperdrive ist… Ja, was eigentlich? Da ist zunächst Captain Henderson, dargestellt von Nick Frost (bekannt aus Shawn of tue Dead & Hot Fuzz). Er ist nicht der hellste an Bord und in ihm eine Respektsperson zu sehen bedarf es mehr als nur einer Brille. Sein erster Offizier, York, ist nicht besser. Zwar brillant und clever, aber auch ein Soziopath mit Borderline-Störung und ständigen Hang zur Meuterei… Allein diese zwei Figuren dürften das Bild etwas klarer machen, das sich dem Betrachter hier bietet. Bedauerlicherweise fand die Serie keine echte Zielgruppe und es ist derzeit unwahrlich, das es weitere Episoden geben wird. Dabei gab es gute Ansätze: Was passiert wohl, wenn man eine Störung des Bordcomputers mit dem “Quickfix” behebt? Japp, alles geht wieder. Nur sind alle persönlichen Einstellungen der Crew weg - Punkt 20 Uhr geht damit das Licht aus, die Bordtoiletten verlangen zum Betreten ein Passwort… Sicher, an Spaceball kommt man nicht heran, doch das will man auch gar nicht.

Fazit: mal etwas anderes für zwischendurch.

PS: ...bitte denken Sie daran, heute ist der "Bringe-deinen-Klon-mit-zur-Arbeit-Tag". Wenn sie noch keinen Klon haben, wenden sich sich bitte an den zuständigen Klon-Offizier.

gevatter Lars schrieb:Oh man ich hab die Serie so lange nicht mehr gesehen das ich mich an so etwas gar nicht mehr erinnere. Was ich aber behalten hab ist das in der BR version die ich gesehen hab die Qualität der Bilder so gut ist das man sogar die Klebereste auf den Bedienpulten sieht und das mir entlich der eine Schatten im Bild jetzt klar genug war das ich ihn als Tonangel indentifizieren konnte. Und da sag nochmal jemand HD biete nicht mehr qualität als normales fernsehen...auch wenn es hier etwas zu viel qualität ist ^_^ Tja damals konnte man schlampiger arbeiten weil es niemand gesehen hat.

Ja, Full-HD ist da wirkich unerbittlich, aber selbst bei der normalen DVD-Variante fallen auf den Konsolen nun gerne mal alle möglichen Klebebandstreifen, Lack-Rotznasen und Schmierereien ins Auge, die man vorher gar nicht gesehen hat. Andererseits erkennt man aber plötzlich, wie viele Details man damals eingearbeitet hat, z.B. die Beschriftungen auf den Tasten. Außerdem hat man für die Brücke wohl eine Jahresproduktion an Glühlämpchen verlötet, jedenfalls glaube ich nicht, dass es damals schon stromsparende LEDs gab. Ich glaube, das übertrifft noch den Materialaufwand von Babylon 5, wo man sehr oft simple, bunte Sticker auf den Konsolen erkennen kann. Tonangeln oder Stative sind übrigens noch relativ harmlos, die gab´s auch schon bei TNG zu entdecken. Schlimm ist es eher, wenn in manchen Szenen auf einmal einer der Studiocrew seinen Zigarettenqualm ins Bild bläst oder jemand im Hintergrund durch das Bild latscht. Ok, das war schon vor der Remastered-Version sichtbar. 😊 TNG gibt es inzwischen ja auch schon in einer Remastered-Ausgabe, von der ich aber nur ein paar Screencaps gesehen habe. Gerade auf BluRay fällt einem da eine Menge ins Auge, das man eigentlich gar nicht sehen wollte. Was da teilweise an Schmier und Dreck auf den Touchscreen-LCARS-Konsolen hängt oder was sich teilweise alles darin spiegelt, lässt einen schmunzeln. Anscheinend hat man dort auch das Originalmaterial zum Teil neu formatiert, sodass man einen Blick aufs Studio-Equipment erhält, das im alten Format noch nicht im Bild war... Ich würde das in den meisten Fällen gar nicht Schlampigkeit nennen - so was hat eigentlich jede Serie zu bieten, und erst jetzt fällt das dank Full-HD auf. Das bezahlt man eben für die bessere Schärfe, doch insgesamt hat man aus dem teils alten Material fast das Optimum herausgeholt - allein die Farben sind (bei TNG und TOS) kaum wiederzuerkennen.

FekLeyrTarg schrieb:Ich habe von TOS bisher nur die dritte Staffel auf Blu-Ray, aber sie gefällt mir sehr gut. 😊

Fängst du mit der Serie von hinten an? 😉 Die dritte Staffel ist ja leider so ziemlich die schlechteste von allen, obwohl es darunter auch sehr gute Folgen gibt. Dank der Remastered-Fassung haben die Phaser wieder sichtbare Strahlen, für die das zusammengestrichene Budget damals zum Teil nicht mehr ausgereicht hat. 😊

Die haben früher tatsächlich schlampiger gearbeitet als heute bei den HD Produktion weil man wuste das sich sehr viele Details "verspielen" wie es so schön heißt. So wurden zum Beispiel hintergrundbilder für Scenen schneller und gröber gemalt. Reflektierende flächen mal nicht gereinigt usw.

Auch mit dem Bildausschnitt. Früher hatte man bei alten Röhrenfernsehrn immer ein recht großen Bereich der durch die Plastikabdeckung des Fernsehrs für den zuschauer nie sichtbar war. Dort noch mal ne Requisite stehen zu lassen oder ähnliches war nicht so wild.

Ja das gute alte Fernsehen, wie toll es doch war ^_^

Klar, ganz bestimmt arbeitet man heute mit Blick auf HD-Material insgesamt sauberer, was Ausstattung und Bildregie betrifft, doch wer weiß, was wir bei aktuellen Serien irgendwann mal alles erkennen können, wenn wir uns dann das "alte Material" in 4k anschauen (falls das Ausgangsmaterial das zulassen sollte). 😊

Serien spiegeln eben immer auch den Produktionsstandard ihrer Zeit wider. Durch digitale Spielereien lassen sich grundsätzlich viele Fehler nachträglich auch retouchieren. Bei Star Trek (TOS) musste man eben sehr vorsichtig sein, um die visuelle Homogenität nicht zu zerstören. Ich persönlich brauche es also nicht, dass man den Zigarettenqualm, der McCoy in einer OP-Szene (!) auf der Krankenstation entgegegen geblasen wird, digital entfernt. Wenn es möglich ist, ohne dass das Bild darunter leidet oder verkünzelt wirkt, dann soll man das natürlich gerne tun. Auch ein falsch ins Bild gerückter Scheinwerfer, der für in paar Frames zu sehen ist, stört mich da nicht, da ich das Bild nicht als Beckmesser mit der Lupe absuche. Wichtig ist für mich die generell verbesserte Bildqualität, ob in HD oder "normal", die die extremen Alterungsspuren des Filmmaterials fast komplett vermissen lässt. Gerade TOS war immer auch eine sehr bunte Serie gewesen, und das ist sie jetzt wieder in teils erstaunlicher Schärfe. Etwas schade finde ich nur, dass man die Originaltonspur auf 7.1 DTS-HD gebracht hat, während die Deutsche weiterhin nur in Mono verfügbar ist. Da hätte man doch sicher noch etwas mehr herausholen können, auch wenn ich mich mit den technischen Details jetzt nicht auskenne, die das erklären könnten.

So, wird langsam Zeit für den DVD-Tipp zum gemütlichen Jahresausklang! Habe den Film vorhin in meinem DVD-Regal (wieder)entdeckt und gleich mal spontan angeschaut. Die Rede ist von Roland Emmerichs "Moon 44" aus dem Jahr 1990, einem Science Fiction-Kleinod, das noch komplett in Deutschland produziert wurde. Emmerichs Mega-Produktionen nach seinem Weggang nach Hollywood dürften allgemein bekannt sein, doch hier hat er wirklich einen schicken, kleinen Streifen hingelegt, der trotz seines mageren Budgets mit richtig guter Besetzung aufwarten kann.

Kurzer Handlungsabriss: Im Jahr 2033 kämpfen mächtige Rohstoffkonzerne um das Monopol. Allerdings nicht auf der Erde, wo inzwischen nichts mehr zu holen ist, sondern auf sogenannten Rohstoffmonden außerhalb unseres Sonnensystems. Protagonist ist Ex-Kampfpilot Felix Stone, der inzwischen als Undercover-Ermittler für den Megakonzern "Galactic Mining" arbeitet. Die Karten stehen schlecht für seinen Arbeitgeber, denn der Konkurrent "Pyrite" ist militärisch haushoch überlegen und bringt einen Rohstoffmond von "GM" nach dem anderen in seinen Besitz. Der letzte verbliebene dieser wertvollen Himmelskörper ist der titelstiftende Mond 44. Stone wird als interner Ermittler incognito in eine Gruppe von vorzeitig entlassenen Häftlingen eingeschleust und nach Mond 44 geschickt, um dort das rätselhafte Verschwinden der riesigen Erz-Förderroboter zu untersuchen. Offiziell sollen die Häftlinge dort die Verteidigung des Mondes übernehmen und dafür eine Helikopter-Kampfstaffel bilden. Ihnen zur Seite steht eine Handvoll jugendlicher Fluglotsen, die sie dabei unterstützen soll, bei den schlechten Sichtbedingungen zu navigieren. Zahlreiche Konflikte sind programmiert...

Gut besetztes Action-Spektakel mit Michael Paré, Dean Devlin sowie Malcolm McDowell als Kommandant der Einheit. Dazu gibt es noch richtig schicke Trickeffekte mit handgefertigten Miniaturen aus der Prä-CGI-Ära sowie dem Musterbeispiel eines Antihelden. Dürfte auf DVD für nicht mehr als 10 Euro zu haben sein. Zuschlagen!

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Achja, Moon 44, kann mich noch gut daran erinnern. Bei diesem Film gehts mir wie mit Enemy Mine, kann man sich immer wieder mal ansehen.

Hab neulich gesehen, das es Moon 44 sogar auf Bluray gibt, allerdings nur in einer Collection mit 2 weiteren Emmerich Filmen (Hollywood Monster, Joey). Bin mir aber nicht sicher ob der Film dadurch gewinnt oder eher verliert (ich meine jetzt die Bluray-Umsetzung, nicht die Compilation) - oft sieht man dann bei solchen Filmen viel zu deutlich, das es sich bei den abgefilmten Szenen und Raumschiffen nur um Modelle und Miniaturen handelt...natürlich ganz abgesehen davon wieviel Mühe man sich bei der Umsetzung auf HD gemacht hat - gibt da leider genug negative Beispiele.

Moon 44, klasse Film, genau mein Ding.

Death Angel schrieb:Achja, Moon 44, kann mich noch gut daran erinnern. Bei diesem Film gehts mir wie mit Enemy Mine, kann man sich immer wieder mal ansehen.

Hab neulich gesehen, das es Moon 44 sogar auf Bluray gibt, allerdings nur in einer Collection mit 2 weiteren Emmerich Filmen (Hollywood Monster, Joey). Bin mir aber nicht sicher ob der Film dadurch gewinnt oder eher verliert (ich meine jetzt die Bluray-Umsetzung, nicht die Compilation) - oft sieht man dann bei solchen Filmen viel zu deutlich, das es sich bei den abgefilmten Szenen und Raumschiffen nur um Modelle und Miniaturen handelt...natürlich ganz abgesehen davon wieviel Mühe man sich bei der Umsetzung auf HD gemacht hat - gibt da leider genug negative Beispiele.

Auf Bluray habe ich ihn als Einzelauflage jedenfalls noch nicht entdeckt, aber gut zu wissen, dass es Moon 44 auch in höherer Auflösung gibt. Ich hoffe, sie haben das Filmmaterial ordentlich neu komprimiert, denn bereits auf DVD wirkt der Film leider nicht ganz so schick, wie es das Alter eigentlich vermuten ließe. Starkes Rauschen und Gekriesel könnte man durch einen ordentlich Neuscan mit vorheriger Reinigung ganz gut in den Griff bekommen. Das sorgt meines Erachtens meist für einen größeren Zugewinn an Bildqualität als das reine Aufblasen auf 1080p. Der Film hätte es jedenfalls verdient. Die Trickaufnahmen sind schon sehr ordentlich gemacht. Natürlich fällt manchmal der Maßstabseffekt ins Auge - gerade bei Explosionen und Trümmern - aber bei welchem Film mit Miniaturen ist das schon groß anders? Falls ich Moon 44 auf Bluray entdecken sollte, würde ich wohl noch einmal zugreifen.

Passend zum Release von Alien: Isolation spreche ich natürlich - wenig überraschend - meine wärmste Empfehlung für sämtliche Alien-Filme aus. Ich besitze seit 2009 die sogenannte "Alien Quadrilogy Box" mit allen vier offiziellen Filmen auf DVD. Inzwischen gibt es diese Box wahrscheinlich nicht mehr als Neuware, da natürlich längst BluRay-Versionen verfügbar sind. Einzeln sind allerdings auch die DVDs noch verfügbar. Wer plant, sie sich anzuschaffen, sollte darauf achten, dass es sich dabei um die jeweiligen Special Editions handelt, da hier entweder ein Director´s Cut bzw. eine Langfassung zusätzlich zur Kinoversion enthalten ist. Gerade bei Camerons "Aliens" ist der Director´s Cut eigentlich Pflicht, da es hier mehr als eine wichtige Szene zusätzlich gibt. Bonusdisks sind ebenso dabei und enthalten eigentlich alles, was man sich vorstellen kann.

Ridley Scotts "Prometheus" wurde freilich gleich genutzt, um damit eine weitere Komplettbox von BluRays auf den Markt zu werfen. Diese enthält entsprechend fünf Filme, wobei es Geschmacksache ist, ob man "Prometheus" der Reihe zurechnet oder nicht. Ich tendiere da zum zweiten, da der Film bis auf ein paar visuelle Anspielungen eigentlich nichts mehr mit der Alien-Serie zu tun hat und eine komplett neue SciFi-Serie einläuten soll. Er enthält allenfalls noch etwas "Alien-DNA" (O-Ton Scott), mit der man damals die Fans reihenweise ins Kino gelockt hat. Ich fand es total schade, dass man diese Gelegenheit bewusst nicht genutzt hatte, denn der Film war visuell große Klasse.

Allein schon die DVDs der Alien-Filme sind von der Qualität her sehr gut. HD-Versionen habe ich zwar noch keine gesehen, aber das muss ich unbedingt einmal nachholen. Alles in allem sind es schon Youngtimer bzw. Klassiker, die m.E. in jedes Filmregal gehören. Selbst der häufig geschasste dritte Teil kommt mit einer Langfassung daher, die über vierzig Minuten Material hinzufügt. Ob das den Film besser macht, muss jeder für sich entscheiden, aber man sollte ihm noch mal eine Chance geben. Würde man einen Filmen wie Scotts "Alien", der sich lange Zeit lässt, und bei dem auch nicht von Anfang an klar ist, wer hier die Hauptfigur sein soll, heute überhaupt noch auf diese Weise drehen? Wenn ich mir heutige SciFi-Horrorfilme anschaue, habe ich da so meine Zweifel.

Diese Frage spiegelt sich die Tage auch ein wenig in den Diskussionen über das Spiel Alien: Isolation. Fans des zweiten Films, die sich mit "Colonial Marines" eine tolle Versoftung gewünscht hatten, werden mit "Isolation" und seiner Ausrichtung auf den ersten Film z.T. nicht so recht warm. Das Genre Horror/Überlebenskampf sagt nicht jedem Alien(s)-Fan gleichermaßen zu. Im Spiel ist das (einzige) Alien übermächtig und immer eine tödliche Gefahr. Schon kommt die Frage nach der Werktreue des Spiels auf: Der Xenomorph ist Spiel immun gegen alle Schusswaffen sowie gegen Brandbomben bzw. Feuer allgemein. Die Filme danach zeigten natürlich etwas anderes: Dort gingen die Viecher im Feuer der Waffen reihenweise unter und waren alles andere als unverwundbar. Hier ist´s eben eine Frage des Spieldesigns im Besonderen und des Genres generell: Im Kampf ist man fast wehrlos, dafür funktioniert die Bedrohung durch ein einziges Alien auch hervorragend. Fans des ersten Films finden hier genau dieselbe Bedrohung wieder wie die Besatzung der Nostromo. Überleben funktioniert nur per ständiger Flucht und per Tricks. Wer sich das Spiel zulegt, sollte dennoch unbedingt vorher noch einmal den ersten Film anschauen. Kabel 1 sprang ja gleich auf den Zug auf und zeigte die letzten Tage die ersten drei Filme. Manche vermuten dahinter eine Werbekampagne für das Spiel, dabei dürfte es genau umgekehrt sein. 😊

Vorab: ich bin durchaus ein Fan der Alien Filme (aller!).

Wobei Teil 1 und 2 kann man schon überhaupt nicht mehr miteinander vergleichen. In Teil 1 (also dem Klassiker) war das Alien nahezu unkaputtbar. Darauf begründete sich u.a. der Horror. Neben den ganzen Scenen im Dunklen. In Teil 2 gegen die Marines wurden die Aliens ohne Ende nieder gemetzelt.

Ist Geschmackssache. Klar Colonial Marines hat sich an Teil 2 orientiert, Alien Isolation wohl eher an Teil 1 (mehr mein Geschmack). Aber beides von mir nicht gespielt.

Prometheus für mich als Film bislang der absolute Reinfall! Ursprünglich promoted als Vorgeschichte zu Aliens. Wurde völlig umgeworfen. Klar die Film Tricks sind gut (kein großes Problem heute). Die Alien Geschichte wird nur am Rande betrachtet. Viele Fragen bleiben völlig offen. Ebenso das Ende welches nach Fortsetzung schreit. Ob diese jemals kommt..?

Es sind klar zwei verschiedene Genres, die hier bedient werden. Aus SciFi-Horror wurde ein Action-Thriller, und das ändert auch gleich die komplette Atmosphäre. Das Alien im ersten Film war von Hans-Rudi Giger als grauenhaftes Monster und Raubtier designt worden, das im Film unbarmherzig zuschlug und die Besatzung der Nostromo gnadenlos dezimierte. Ein Wesen - Eine Bedrohung - Hilflosigkeit - Horror. Hier wurde an menschliche Urängste appelliert, und zwar mit allen Stilmitteln: Dunkelheit, Klauen, Zähne, Unmenschlichkeit (keine sichtbaren Augen) - alles war da. Der Mensch war völlig hilflos und allenfalls ein Wirt.

Im zweiten Film war Schluss damit, und Cameron hat das wiederum genial umgesetzt: Nun war die Menschheit wieder wehrhaft. Automatische Waffen, Explosivmunition... das Alien wurde verwundbar, also mussten viele davon her, um die Bedrohung aufrechtzuerhalten. Von Gruselhorror blieb da logischerweise nicht mehr viel übrig. Anderes Genre, andere Regeln.

Die Spiele haben sich bislang aber stets am Action-Part des Cameron-Films orientiert, ob sie nun AvP: 1 oder 2 heißen. Klar, auch dort gab es spannende Stellen im Dunkeln und mit dem Bewegungsmelder in der Hand, aber Aliens waren dort stets Ziele und niemals Bedrohungen, die das Spieldesign definierten! Bei Alien: Isolation ist das wirklich komplett anders. Endlich auch mal ein Spiel, das innerhalb des Kanons problemlos seinen Platz findet!

Prometheus ist so eine Sache: Verarsche der Fans, mehr nicht. Nie zuvor wurden Fans einer Filmreihe derartig zu Melkkühen gemacht! Scott startet ein komplett neues SciFi-Universum und manche Alien-Fans sind noch so dämlich, das zu beklatschen! Scott hatte seinen Drehbuchautor Lindelof angewiesen, das Drehbuch so umzuschreiben, dass es einem Alien-Prolog nicht mehr ähnelte. Das ist kein Prequel, wie manche immer noch behaupten, es ist etwas völlig anderes.

So nebenbei war für mich Prometheus eine mehr als herbe Enttäuschung. Für diesen Schrott würde ich nicht mal eine Leihgebühr bezahlen. Einmal gesehen, abgehakt, keiner wiederholten Sichtung würdig. 120 Minuten reine Lebenszeit-Verschwendung. Der Trailer war noch das beste und eigentlich hätte der auch ausgereicht. Da war ja selbst der WC Film noch Gehaltvoller und der rangiert nun wirklich nicht auf meiner Top Liste. :squeeze:

Luke schrieb:So nebenbei war für mich Prometheus eine mehr als herbe Enttäuschung. Für diesen Schrott würde ich nicht mal eine Leihgebühr bezahlen. Einmal gesehen, abgehakt, keiner wiederholten Sichtung würdig. 120 Minuten reine Lebenszeit-Verschwendung. Der Trailer war noch das beste und eigentlich hätte der auch ausgereicht. Da war ja selbst der WC Film noch Gehaltvoller und der rangiert nun wirklich nicht auf meiner Top Liste. :squeeze:

Und dreimal darfst du raten, für was man dich mit dem ganzen Geschwätz eines sogenannten. "Alien-Prequels" angefixt hat... Billigste Marketing-Masche. Der Trailer war genau dazu gedacht, Alien-Fans anzulocken, doch genau die haben am Ende dicke Backen gemacht. Eine peinliche Kreationisten-Geschichte wurde uns da aufgetischt, die nicht einmal mehr ohne Jesus-Verweis auskam. Am Ende noch ein wenig Schleim und ein bisschen Pseudoalien für die Deppen aus der letzten Reihe... geh! Was wäre mit dem Budget alles möglich gewesen... Einfach nur ärgerlich.

Passt. Die Bewertung des Films lässt sich mühelos auf das letzte Wort deines Beitrags komprimieren: ärgerlich!

Iceman schrieb:Viele Fragen bleiben völlig offen. Ebenso das Ende welches nach Fortsetzung schreit. Ob diese jemals kommt..?

Gute Frage. Eigentlich sollte es ja Fortsetzungen geben, aber wie wie könnte so etwas aussehen? Am Ende von "Prometheus" fliegt die Anthropologin also alleine zum Heimatplaneten der Konstrukteure los, um Kontakt aufzunehmen. Wieso fliegt sie eigentlich nicht zurück zur Erde, um die Menschheit aufzuklären und zu warnen? Die Konstrukteure waren den Menschen gegenüber klar feindselig, und sie fliegt nun ausgerechnet dorthin - möglicherweise mit einer weiteren Ladung Biowaffen an Bord? Das dürfte denen nicht besonders gefallen...

Besteht der nächste Film, wenn er denn jemals kommt, dann nur aus der Wissenschaftlerin sowie den blassen Gummianzugträgern? Wie auch immer, eigentlich interessiert mich diese Geschichte nicht die Bohne. Es macht viel mehr Spaß, Prometheus zu verreißen, denn das Drehbuch ist z.T. eine große Stümperei.

Aus kürzlichem Anlass wird's mal wieder Zeit für den DVD-Tipp der Woche. Diesmal allerdings ein Klassiker aus dem Jahr 1965: "Der Flug des Phönix". Die Handlung ist fast schon zeitlos und könnte eigentlich jederzeit in ähnlicher Umgebung spielen - was wohl erklärt, weshalb im Jahr 2004 ein zwar grundsätzlich unnötiges, aber keinesfalls weniger sehenswertes Remake produziert wurde. Um was geht es in diesem Klassiker?

Auf dem Weg von der Bohrstätte nach Bengasi gerät ein Frachtflugzeug eines Ölförderkonzerns in einen Sandsturm und stürzt mit 12 Männern mitten in der Sahara-Wüste ab. Zuvor hatte sich das Funkgerät verabschiedet, sodass kein Notruf mehr abgesetzt werden konnte. Da sowohl ein Motor als auch das Fahrwerk der C-82 hinüber sind, ist an einen Startversuch in den Sanddünen nicht zu denken. Zwei der Männer, darunter ein Hauptmann der britischen Armee, wagen einen Fußmarsch zur nächsten Oase, doch das Vorhaben schlägt fehl, und nur einer von ihnen kommt halb verdurstet zum Wrack zurück. Während die Wasser- und Nahrungsmittelvorräte unter der sengenden Hitze immer knapper werden, unterbreitet der deutsche Flugzeugingenieur Heinrich Dorfmann den Gestrandeten einen scheinbar verrückten Plan: aus den Trümmern der Maschine möchte er ein flugfähiges Gefährt improvisieren und damit die rettende nächste Siedlung anfliegen. Da es sich bei der havarierten C-82 um eine Maschine mit Doppelrumpf handelt, erscheint der Plan tatsächlich durchführbar. Widerfällig stimmt der Pilot Towns schließlich zu, und die Arbeiten beginnen. Immer wieder kommt es zwischen den Männern zu Spannungen, vor allem nachdem ruchbar wird, für welche Firma Dorfmann eigentlich arbeitet. Das Wasser wird immer knapper, und schließlich stoßen die Überlebenden auch noch auf eine feindselige Gruppe von Wüstennomaden.

Spannend gemacht und hochkarätig besetzt mit Hardy Krüger als Heinrich Dorfmann, James Steward als Pilot Frank Towns sowie Richard Attenborough als Copilot Lew Moran. Die Konstruktion der "Phoenix" wird glaubwürdig in Szene gesetzt, und es bleibt bis zuletzt spannend.

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Immer wieder schön anzuschauen! Das Remake hat zwar noch spaktakulärere Flug- und Absturzszenen, bietet ansonsten aber absolut nichts Neues. Das Original ist schon seit Jahren auf DVD erhältlich. Eine BluRay-Version habe ich bislang noch nicht gesehen.

Gerade neu gekauft und mein aktueller Tipp der Woche: „Predator“ (1987) von John McTiernan in der „Ultimate Hunter Edition“ auf Blu-ray. Der Film genießt schon lange einen gewissen Kultstatus, und eigentlich ist es schade, dass solche geradelinigen Actionfilme heute kaum noch gedreht werden. Mit dem titelstiftenden Predator wurde damals eines der bekanntesten bösartigen Filmaliens nach Ridley Scotts Xenomorph eingeführt. Nach dem eher mauen „Predator 2“ wurden beide Außerirdischen sogar in zwei Crossover-Filmen aufeinandergehetzt, doch erst „Predators“ (2010) griff die Geschichte des Originalfilms wieder auf.

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Die Handlung des Klassikers ist schnell erzählt: Eine US-Spezialeinheit gerät im lateinamerikanischen Dschungel nach erfolgreichem Einsatz in das Jagdrevier eines außerirdischen Trophäensammlers. Nach und nach wird die Einheit vom getarnten Feind heimgesucht und dezimiert, bis es am Ende nur noch der Major (Schwarzenegger) übrig bleibt. Praktisch ohne Waffen nimmt er schließlich den Kampf gegen den Jäger auf und sorgt nebenbei für ein paar der bekanntesten One-liner seit „Terminator“.

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Der Film macht unvermindert Laune. Die extrem simple Story verschont einen mit größeren Ungereimtheiten, und der Endkampf hat nichts von seiner Spannung verloren. Die Bildqualität verdient besondere Erwähnung, denn für die „Ultimate Hunter Edition“ wurde die bereits seit einigen Jahren existierende HD-Fassung des Films noch einmal überarbeitet. Diese litt noch unter starker Körnung bzw. Rauschigkeit, die in der aktuellen Version digital vollständig entfernt wurde. Das Ergebnis ist sehr gut geworden, für einen Film aus den 80er-Jahren sogar hervorragend. Auch wurde das gesamte Filmmaterial gegenüber dem Original ein klein wenig aufgehellt, was besonders den Nachtszenen zugute kommt. Nie sah der Dschungel besser aus und nie kamen die Myriaden von Schweißperlen auf Bill Dukes Gesichts- und Kopfhaut besser zur Geltung als in dieser Fassung. 😊
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Die Disc quillt förmlich über vor Bonusmaterial: Making-Of, Interviews, Hinter den Kulissen-Material uns vieles mehr. Sieben Sprachspuren, davon fünf in DTS 5.1 (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch) runden die Ausstattung ab. Der Film ist natürlich komplett ungekürzt.
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Fazit: empfehlenswert! 😁

Predator! Einer meiner Lieblings Klassiker!

Zum letzten Foto mit dem "Kampfschwein Blain (der mit der großen Wumme)" fällt mir eines meiner Lieblings Filmzitate ein (etwa auf dem "Niveau" wie in Rambo der mit dem blauen Licht... 😁 ):

"Hawkins: Du blutest Mann, hast du was abgekriegt? Blain: Ich hab keine Zeit zu bluten! Hawkins: Ah ok. Hast du Zeit um in Deckung zu gehen?"

Der Film bietet auch noch diverse andere coole Sprüche. Nachzulesen u.a. hier:

http://www.filmzitate.info/index-link.p ... ilm_id=704

Zitate gibt's auf jedenfall reichlich, aber auch Anspielungen. Gerade Kampfsau Blain mit dieser absurd schweren Kanone im Dschungel kann doch nur als Stichelei gegen Rambos Maschinengewehr gemeint sein! 😁

Ja aber wie Blain damit den halben Dschungel gerodet hat (ohne den Predator zu treffen) war schon köstlich 😁 .

Ich hab jetzt nicht geguckt wann die Filme alle genau erschienen sind. Aber das war doch die Ära der Action Filme als Arni und Stallone noch richtig im Saft standen 😎 .

Zur Ergänzung wenn wir schon bei dem Thema sind (wen es interessiert) hier noch Rambo Zitate (von der selben Seite):

Rambo 1:

http://www.filmzitate.info/index-link.p ... ilm_id=445

Rambo 2:

http://www.filmzitate.info/index-link.p ... lm_id=1290

Rambo 3:

http://www.filmzitate.info/index-link.p ... ilm_id=941

Iceman schrieb:Ja aber wie Blain damit den halben Dschungel gerodet hat (ohne den Predator zu treffen) war schon köstlich 😁

Diese Szene finde ich immer wieder komisch. Da drückt eine gestandene Spezialeinheit gut zwanzig Sekunden lang sämtliche Magazine und Gurte in die Vegatation, ohne irgendein Ziel vor Augen zu haben. Als es ihnen aber später gelingt, den Predator in eine Netzfalle zu locken, schafft es keiner, auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern.

Übrigens wurde das Vieh beim ersten Feuergefecht sogar getroffen, und zwar von einer der ersten zehn Kugeln. Das ganze Geknalle danach war also völlig wirkungslos... 😉

Mein SF-Tipp des Monats lautet aus gegebenem Anlass: "Pitch Black". Der Film feiert dieses Jahr nämlich seinen 15. Geburtstag, und deshalb möchte ich ihn auch wirklich als Einzelereignis betrachten und nicht im Rahmen des ganzen Chronicles of Riddick Boheis, unter dem er nachträglich (neu) vermarktet wurde.

Ein Riesenspektakel war Pitch Black eigentlich nie, sondern eher ein recht günstig produzierter SF-Action-Thriller nach bewährtem Muster. Immer noch scheiden sich daran die Geister; für die einen ist er längst Kult, für die anderen ein überschätztes 0815-Machwerk, das nur von Vin Diesel getragen wird. Wer Vin Diesel nicht ausstehen kann, sollte eh einen Bogen um den Film machen, denn Pitch Black wurde seinem Hauptdarsteller buchstäblich auf den Leib geschneidert. Spätestens danach war Vin Diesel für Hauptrollen prädestiniert - wer kennt schon seine Nebenrolle in Der Soldat James Ryan?

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Der Plot ist eigentlich nicht sehr komplex, doch warum auch? Die einfachen Dinge machen oft am meisten Spaß. Grundsätzlich genreübliches Standardszenario, das man aus unzähligen ST-Episoden kennt: Nach Kollision mit einem Meteoritenschwarm legt ein Transportraumschiff eine unsanfte Bruchlandung auf einem unbewohnten Ödplaneten hin. An Bord befinden sich neben einer Handvoll Überlebender auch der entflohene Sträfling und Mörder Richard B. Riddick mit seinem Kopfgeldjäger Johns. Das Raumschiff ist nur noch ein Wrack, doch wenige Kilometer entfernt findet die Gruppe ein verlassenes Lager von Propektoren mit einer Rettungsfähre. Dummerweise sind sie zum unpassendsten Zeitpunkt auf dem Planeten abgestürzt, denn eine totale Sonnenfinsternis steht kurz bevor. Der Mörder und Einzelgänger Riddick kann als Einziger im Dunkeln sehen und muss der Gruppe helfen, das Shuttle wieder flugbereit zu machen. Kann man ihm trauen?

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Formuliert wie in einer billigen TV-Zeitschrift, nicht? 😊 Ich wollte aber wirklich nicht alles verraten, denn es soll ja immer auch Leute geben, die den Film noch nicht gesehen haben. Kurzum, ich mag Pitch Black! Ist freilich nichts Weltbewegendes, macht m.E. aber immer wieder Spaß und tut niemandem weh. Als Kult würde ich den Film nicht unbededingt bezeichnen, doch "Cool" trifft es allemal. Visuell wird daran gerne herumgemäkelt, aber ehrlich gesagt, gefällt mir die Optik ziemlich gut. Der fremde Planet ist schön in Szene gesetzt und hebt sich von all den kalifornischen Parklandschaften ab, die uns die diversen ST-Serien zur damaligen Zeit als außerirdische Welten vor die Nase setzten. Mit dem Einsatz von ein paar simplen Farbfiltern sieht die australische Wüste (Drehort) doch gleich gespenstisch fremdartig aus, und einige wenige CGI-Effekte machen das trinäre Sonnensystem durchaus glaubhaft. Kostengünstig produziert, keine Frage, doch man hat schon weitaus schlechteres gesehen. Über den Rest der digitalen Effekte kann man sicher streiten, doch die Dunkelheit, in der die zweite Filmhälfte spielt, überdeckt viele der technischen Defizite. Die frühen CG-Effekte des Jahres 2000 sind zu erkennen, fallen aber kaum störend auf.

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Die Bildqualität meiner Steelbox-Edition-Bluray könnte allerdings ein wenig besser sein. Das Bild ist schlicht etwas körnig geraten und empfiehlt sich für den Einsatz eines Glättungsfilters, wie er bei der neuen Edition von "Predator" zum Einsatz kam. Augenkrebs ist aber nicht zu befürchten. Pitch Black kann man sich ruhigen Gewissens ins Regal stellen, finde ich. Vielleicht sollte man das allein deswegen, um den ganzen Blödsinn zu vergessen, der danach unter dem Namen Riddick herauskam. Ich weiß, der Nachfolger hat viele Fans, aber bei allem, was recht ist, "The Chronicles of Riddick" (2004) war absoluter Schrott in teils schicken Bildern. Wenn man einem überforderten Regisseur nach einem Überraschungserfolg plötzlich Unsummen in die Hand drückt und den Hauptdarsteller zum Mitproduzenten macht, kommt genau so etwas dabei heraus: Ein völlig überfrachtetes, außer Rand und Band geratenes gigantomanisches Pseudoepos ohne Sinn und Verstand. Der dritte Teil möchte zwar wieder zu den Wurzeln zurückkehren - nachdem das Budget gnadenlos zusammengestrichen wurde - findet sie aber leider nicht mehr. Etwas Gutes ist trotzdem dabei herausgekommen: Mit "Riddick: Escape from Butcher Bay" kam 2005/2006 ein hervorragendes Spiel auf den Markt, das sogar fortgesetzt wurde!

Fazit: Immer noch sehenswert. Manche Filme sollte man einfach nicht auf Biegen und Brechen fortsetzen, obwohl das bei Pitch Black ohnehin nie richtig der Fall war. Der Charme dieses Films wurde jedenfalls nicht mehr erreicht. Was soll's? Macht sich auch ohne die anderen Teile mit dem Brillenträger gut in der Sammlung!

@Arrow Falls noch Interesse besteht - Moon 44 gibts jetzt auch einzeln auf Bluray.

http://www.amazon.de/gp/product/B00T0WYU8W/ref=s9_simh_gw_p74_d3_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0AJ7QNJ8375RQPMJTTN7&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128

Interesse besteht grundsätzlich schon, aber das würde auch bedeuten, dass ich meine DVD in Rente schicken müsste. Dazu müsste die Bildqualität schon einen gewaltigen Sprung nach vorne machen, und das ist nicht automatisch gewiss. Trotzdem danke für die Info!

Star Trek: Der erste Kontakt / First Contact

Meine Güte, ist das tatsächlich schon wieder 19 Jahre her, seit der Film in die Kinos kam? Und habe ich mich damals tatsächlich gleich dreimal aufs Fahrrad geschwungen, um den Film im acht Kilometer entfernten Lichtspielhaus anzuschauen? Wie auch immer, nach einigen Jahren Pause wurde es mal wieder Zeit den ingesamt achten Film des Star Trek-Franchise’ in den Player zu legen, wenn auch „nur“ als DVD; doch auch das kann sehr aufschlussreich sein.

Zur Story möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren. Wer diesen Film nicht kennt, hat vermutlich seit Captain Kirk in den Siebzigern nichts mehr mit Star Trek zu tun gehabt ...

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Die Borg sind zurück und haben es erneut auf die Assimilation der Erde abgesehen. Nach der Vernichtung ihres gewaltigen Schiffes, verlegen sie den Konflikt mittels einer Zeitreise in die Vergangenheit unseres Planeten. Im 21. Jahrhundert, kurz nach dem 3. Weltkrieg, versuchen sie, den ersten bemannten überlichtschnellen Flug der Menschheit mit Waffengewalt zu verhindern. Dieser legendäre Flug sollte nämlich die Vulkanier zum Erstkontakt mit den Menschen bewegen, was letztlich die Gründung der Vereinten Föderation der Planeten zur Folge haben wird. Die Crew der Enterprise kann zwar das Schlimmste verhindern, doch am Ende wird ihr eigenes Schiff vom „Borg-Virus“ befallen, und Captain Picard wird praktisch Auge um Auge, Zahn um Zahn mit seinem schlimmsten Erzfeind konfrontiert – der trägt enganliegendes Latex und ist nebenbei auch auf Partnersuche ...

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Diesen Film musste man als Fan damals unbedingt gesehen haben, und selbst ausgewiesene Nicht-Trekkies wurden gut unterhalten. Nach dem behäbigen Vorgänger (Treffen der Generationen), in dem mittels einer kruden Drehbuch-Konstruktion Kirk und Picard zum gemeinsamen Faustkampf gegen Admiral Tolwyn (Malcolm McDowell) zusammengewürfelt wurden, gab es nun endlich den reinrassigen TNG-Film, der mit den Borg auch gleich noch den gefährlichsten und besten Feind der Serie (TNG) zurückholte. Das gesichtslose Borg-Kollektiv war in der Serie bereits in der zweiten Staffel eingeführt worden, nachdem die Macher eingesehen hatten, dass die Ferengie nur schwerlich als ernstzunehmende Antagonisten taugen würden. Als Schwarm kybernetischer Wesen ohne Gesicht, dafür mit überlegener Technologie ausgestattet, war endlich ein völlig neuartiger, origineller Gegner aus der Taufe gehoben worden. Anknüpfungspunkte für ein mächtiges Wiedersehen gab es nach Picards gewaltsamer Verwandlung in eine Drohne reichlich, und so war die Abrechnung auf der Kinoleinwand die folgerichtige Entscheidung. Selbst der dümmste Drehbuchautor hätte es nicht versäumt, den Konflikt mit den Borg zu einer sehr persönlichen Auseinandersetzung für Jean-Luc Picard zu machen. Dem Ganzen darüber hinaus noch eine Melville’sche Kapitän Ahab-Analogie zu verpassen, zeigt, dass Autor Brannon Braga durchaus einmal seine hellen Momente hatte. Dass der Film in seinem Ton düster und gewaltsam ausfallen würde, war unter diesen Vorzeichen natürlich unvermeidbar ...

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Und düster und gewaltsam ist First Contact für Star Trek-Verhältnisse auf jedenfall. Bereits die erste Kampfsequenz gegen den Borg-Kubus zeigte die grösste Raumschlacht, die in ST bis dato je zu sehen gewesen war. Die Trickschmiede von ILM sorgte dafür, dass der Boah-Effekt nicht zu gering ausfiel, und dank der geschickten Kombination von Modell- und CGI-Tricktechniken sind die Szenen auch heute noch mit Vergnügen anzuschauen, auch wenn der Zahn der Zeit an ihnen natürlich nagt. Im Vergleich mit den letzten beiden heutigen ST-Filmen wirkt First Contact schon fast wieder wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, dafür kennt FC zumindest eine klar strukturierte Dramaturgie. Das Tempo des Films ist gerade am Anfang so flott, dass man gar nicht dazu kommt, die gravierenden Logiklöcher zur Kenntnis zu nehmen. Die Schlacht um die Erde geht unvermittelt in eine Zeitreise über, und wie man sich’s versieht, wird schon das erste Warpschiff repariert. Dann jedoch teilt sich der Plot in zwei Hälften: die Bodencrew versucht, die „Phoenix“ flott zu bekommen, während Picard auf der Enterprise die Invasion seines Schiffes verhindern muss. Ab hier wird’s endgültig persönlich, die Waffen werden gekreuzt, was das Zeug hält. Viele Fans waren damals durch den hohen Gewaltgrad und Picards ungewohnter Brutalität – gerade gegenüber assimilierten Crewmitgliedern – irritiert. Zumindest war man düsteres ST inzwischen ein wenig gewohnt, denn DS9 befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade in seiner fünften Staffel, wo es auch nicht immer zimperlich ablief. Dennoch sticht FC in Punkto Gewaltdarstellung besonders hervor: Data bricht Borg-Hälse im Handumdrehen, Picard erschiesst kaltblütig einen infizierten Crewman, derselbe Picard knallt auf dem Holodeck mit einer Maschinenpistole zwei Drohnen über den Haufen und will dem Leichnam daraufhin gleich noch den Kolben in den toten Leib prügeln. Für viele war der Gipfel aber erst erreicht, als Picard sein Phasergewehr aus purem Jähzorn in die heilige Glasvitrine des Besprechungsraums rammte. Natürlich ging dabei das Modell der NCC-1701-D zu Bruch, was für Picard kurz darauf zur Katharsis wurde, obwohl man eigentlich Riker für den Verlust dieses Schiffes im Nachhinein eine runterhauen müsste. Im Anschluss an diese Szene ist Picard drauf und dran, das Schiff zu opfern, um die Zukunft der Menschheit zu retten ... wäre da nicht urplötzlich noch Data, der aus seiner misslichen Lage befreit werden muss. Was daraufhin folgt, ist die ultimative Personalisierung des gesamten Konflikts, denn Picard begegnet der Borg-Königin, die er am Ende mit Datas Hilfe besiegt – und zwar durch Genickbruch. Über das Konzept einer Borg-Königin ist schon viel diskutiert worden. Natürlich büsst das Konzept der Borg als namenloses, gesichtsloses Kollektiv durch die Einführung einer Königin als leitendes Organ viel von seiner Fremdartigkeit ein, doch andererseits hatte diese Personalisierung des Kampfes einen ungemein wichtigen dramaturgischen Nutzen, denn die Feindpartei benötigte letztlich ein Gesicht, um Picards persönlichen Konflikt im Finale glaubhaft eine Bühne zu geben. Vielleicht ist der Mythos Borg dabei ein wenig entzaubert worden, doch wenn man ehrlich ist, hat ST: Voyager, was dies betrifft, viel mehr auf dem Gewissen. First Contact ist Action-Trek, keine Frage. Es versuchte eben auch ein etwas breiteres Publikum abseits der Fanbase anzusprechen, was in Ordnung ist und am Ende ziemlich gut aufging. War das jedoch ein Verrat an den Idealen von Star Trek? Nein! Wer sich die TNG-Filme anschaut, wird feststellen, dass die ST-Filme dieser Baureihe eigentlich schon immer auf Action gepolt waren und sich von der Serie teilweise krass unterschieden. Man könnte sogar behaupten, der Picard der Filme sei ein anderer als der Picard der Serie, was durchaus legitim wäre, denn der gute Captain handelt in den Filmen mehr als einmal völlig charakterfremd. Wer allerdings hätte sich allein um der strikten Kontinuität willen, die Kinofilme nach dem Schema der TV-Serie gewünscht? Niemand! Auf der grossen Leinwand wollen und wollten wir stets etwas anderes sehen als die Dramatik einer TV-Doppelfolge. So schlecht die beiden nachfolgenden Filme (Insurrection und Nemesis) auch waren, sie versuchten mehr oder weniger, die gewalttätigen Handlungen und Action-Sequenzen noch halbwegs zu legitimieren. Die alten Filme versuchten dies immerhin, während die neuen Reboot-Filme „Action-Trek“ als allgemeingültiges Mass zu nehmen scheinen, und da darf der Zweck auch gerne die Mittel heiligen. ST: First Contact erzählt immerhin noch eine kohärente Geschichte, was inzwischen nicht mehr selbstverständlich ist!

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Visuell ist der Film wirklich gut gealtert – und übrigens auch für ein „gealtertes“ Publikum angenehm anzuschauen, denn Schnitte in Sekundenbruchteilen, albernes Herumgehampel, provozierende Blendeffekte oder völlig unsinnige Effect Shots gibt es hier eigentlich nicht. Jede Szene hat ihre Daseinsberechtigung, langatmige Durchhänger gibt es nicht, und – das ist vielleicht das Bemerkenswerteste: Der Film nimmt nicht sich selbst nicht immer allzu todernst. Der vielfältig eingestreute Humor wirkt nie zu aufgesetzt oder wie reiner Selbstzweck, und das will bei ST etwas bedeuten. Darüber hinaus enthält FC einige Szenen, die einem unweigerlich in Erinnerung bleiben; für mich ist dies z.B. der Kampf auf der Aussenhülle der Enterprise in Schwerelosigkeit. Ein Wort zum Schiff: ST: First Contact war die Premiere der nagelneuen 1701-E, die meinen Geschmack zwar nicht ganz trifft, aber ungemein modern und schnittig daherkommt. Selbst in meinem Provinzkino gab es dafür spontanen Szenenapplaus ... Andererseits nahm das neue Schiff ein wenig die Spannung aus dem Finale, denn wer glaubte den wirklich, dass ein ST-Film sein neu vorgestelltes Raumschiff gleich wieder in die Luft jagen würde! Auch das ST-übliche Technobabble hielt sich diesmal in erträglichen Grenzen. Mit ein paar Schlagwörtern und jeder Menge Tempo wird die Zeitreise ins 21. Jahrhundert (und zurück) durchgekurbelt – hier stehen Konflikt und Handlung eindeutig im Vordergrund, auch wenn die Logik dafür gerne mal hintanstehen muss. Am Ende bleibt ein recht flottes, spannendes Abenteuer für die TNG-Crew, die mit ein paar Tricks (s. Worf) wieder komplett an Bord ist. Düster und gewalttätig, keine Frage, doch nie war die Crew um Picard in besserer Form! Besser sollte es nicht mehr werden, und ST: FC ist mit Fug und Recht einer der besten Filme des ganzen Franchise.

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Klare Empfehlung meinerseits – diesen Film werde ich sicherlich auch noch als Blu Ray anschaffen und meine Freude daran haben. Fehlersuche und Beckmesserei gehören zu jedem ST-Film schon lange dazu, und in dieser Hinsicht bietet auch ST: FC viel Raum für Ungereimtheiten jeder Art. Doch hier fällt es wirklich nicht allzu unangenehm auf. Leider konnte keiner der späteren Filme mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Meines Erachtens ist FC sogar der letzte wirklich gute ST-Film überhaupt. Angesichts der neuen Reboot-Filme, die mir übehaupt nicht gefallen haben, muss man meiner Meinung nach aber auch „Resurrection“ und „Nemesis“ rückblickend neu beurteilen. ST-Filme dieser Machart wird es wohl nie wieder geben. Der letzte Höhepunkt des Franchise war mit FC wohl erreicht ...

Schaut ihn euch mal wieder an, zumindest im nächsten Jahr, wenn der Film sein 20. Jubiläum feiert!

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